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Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Dienstag, 23.07.2019

Verschwörungstheoretiker einfach ignorieren? Das kann nach hinten losgehen.

Mein erster Impuls, als ich diesen Artikel sah, war: Wegklicken. Warum sollte ich einen Text lesen, in dem einer hirnrissigen Verschwörungstheorie eine Bühne gegeben wird?

Ich habe dann doch draufgeklickt (offensichtlich) und der Artikel hat mich tatsächlich an einer Stelle zum Nachdenken gebracht: Denn der Flat-Earther, der darin interviewt wird, nennt einen bedenkenswerten Grund, warum er an eine flache Erde glaubt: Er habe eigentlich Beweise für das Gegenteil gesucht, aber als er sich damit an Wissenschaftler wenden wollte, wurde er sofort blockiert. Die Wissenschaft sei für Laien unzugänglich, Verschwörungstheoretiker hingegen erklären ihre Ideen und "Beweise" auf Augenhöhe und sehr zugänglich. So ließ er sich überzeugen.

Ansonsten bleibt der Artikel ziemlich an der Oberfläche, leider. Dieser eine Aspekt war für mich jedoch das Lesen wert.

Verschwörungstheoretiker einfach ignorieren? Das kann nach hinten losgehen.
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Kommentare 8
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · Erstellt vor 27 Tagen ·

    Da schwingt der Vorwurf der fehlenden Kommunikation der Wissenschaft mit. Das Problem ist, dass Leute, die sich in VT verfangen sich nicht oder sehr schwer mehr mit Fakten erreichen lassen. Ich kenne Beispiele von Chemtrailern, die Wissenschaftler belästigen, mit ihrer Wahrheit (irgendwelche obskure YT-Videos) penetrieren und sie im schlimmsten Fall sogar bedrohen. Sich damit auseinandersetzen kostet Zeit und Nerven und bringt in den seltensten Fällen was. Ich verstehe jeden, der da sofort blockt.

    1. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · Erstellt vor 27 Tagen ·

      Absolut. Es ist auch nicht die Aufgabe von Wissenschaftlern, mit VT zu kommunizieren, aber anscheinend gibt es ein fehlendes Bindeglied zwischen Wissenschaft und Laien?

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · Erstellt vor 27 Tagen ·

      @Theresa Bäuerlein Privat online mit diesen Leuten diskutieren bringt meiner Ansicht auch kaum was. Ich persönlich glaube, dass es da gemeinnützige staatlich finanzierte Programme geben müsste. Viele VT rutschen da in eine Szene rein, die sehr einer Sekte ähnelt, und da bedarf es professionelle Hilfsangebote und wahrscheinlich auch sehr persönliche Ansprache. Nur Informationen langen nicht, das gibt es ja zuhauf. (Und ein ganz großer Teil der Verantwortung liegt auch bei den Plattformen wie Youtube und Facebook, wo es riesige Gruppen gibt, in denen diese Theorien entwickelt werden und Leuten überhaupt erst der Kopf verdreht).

    3. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 27 Tagen ·

      @Daniela Becker Ich sehe da ein notwendiges, aber zu wenig ausgeübtes, journalistisches Betätigungsfeld. Die Wissenschaft kann das nicht leisten. Aber gerade öffentlich-rechtliche Medien müssen es sogar. Mindestens in dem Sinne, dass sie hören welche zentralen Ammenmärchen und welche toxischen Narrative kursieren und die geduldig zerlegen, bzw. aufzeigen warum was nicht sein kann.
      Gibts ja auch, aber sehr häufig bleibts halt auch beim drüber lachen und beim sich an der eigenen Klugheit ergötzen.
      Die meisten Verschwörungstheorien sind ja durchaus komplexer als Chemtrails und vermischen Fakten, tatsächliche offene Fragen und vor allem auch tatsächliche Missstände mit kruden , häufig tendenziösem Quatsch. Da Licht dran zu bringen ist keine Kleinigkeit und sich dem zu verweigern umgekehrt nicht akzeptabel.

    4. Daniela Becker
      Daniela Becker · Erstellt vor 27 Tagen ·

      @Marcus von Jordan Ja, das sollte der Anspruch sein. Aber: Praxis-Beispiel aus meinem Feld. Die Welt hat einen Gastbeitrag von 2011 online stehen mit dem Titel "Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda", der immer wieder von Klimawandelgegnern ins Feld geführt wird. Was soll man da machen? Immer wieder bei Null anfangen?

    5. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 27 Tagen ·

      @Daniela Becker sag ich ja...zu wenig ausgeübt. War ja als Angriff auf z.B. die Welt gemeint und nicht auf die, die es tun...und hoffentlich weiter tun.
      Bei Null sind wir aber zum Glück nicht mehr.

    6. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · Erstellt vor 24 Tagen ·

      @Marcus von Jordan Sehr gutes Interview dazu mit Ranga Yogeshwar auf Medwatch: https://medwatch.de/20...

    7. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · Erstellt vor 25 Tagen ·

      @Daniela Becker Wie bei so vielen Dingen, müsste es wahrscheinlich in der Schule anfangen. Wie du richtig sagst: Informationen gibt es genug, aber es fehlt an dem Wissen, wie man richtig damit umgeht.

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