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Volk und Wirtschaft

Sven Prange
Journalist & mehr
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piqer: Sven Prange
Samstag, 09.11.2019

Der Gründungs-Mythos des ostdeutschen Rechtspopulismus

Das Dilemma beginnt schon damit, dass es keine einheitliche Beurteilung der Relevanz des Themas gibt: Während in den ostdeutschen Bundesländern allein das Wort „Treuhand“ für größere Empörungswallungen sorgt, ist es in den westdeutschen Bundesländern nahezu unbekannt. Und diese gespaltene Beurteilung zieht sich durch viele Fragen, die in Zusammenhang mit dieser Abwicklungsanstalt der ehemaligen DDR-Wirtschaft stehen. Um kaum ein deutsch-deutsches Thema herum bilden sich so viele Widersprüche und Konfliktfragen, die exakt entlang der ehemaligen deutschen Teilung verlaufen, heraus wie um die Treuhand. Einigkeit herrscht allenfalls so langsam über eine These: Die Arbeit der Treuhand, die 1991 beauftragt wurde, die ehemalige DDR-Wirtschaft in die bundesdeutsche Marktwirtschaft zu überführen, bildet bis heute eine der wesentlichen Wurzeln für die unterschiedliche Sicht von West- und Ostdeutschen auf den Erfolg der Wiedervereinigung und für die Unzufriedenheit und die Wut, die viele Menschen aus den ostdeutschen Bundesländern auf die Bundesrepublik und ihr Wirtschafts- wie Gesellschaftssystem hegen. Warum das so ist, das zeichnet dieser ZDF-Zweiteiler nach.

Der ist tatsächlich leichter konsumierbar, als es das für westdeutsche Augen und Ohren eher abseitige Thema vermuten lässt. Mit einer Mischung aus sehr sorgsam ausgewählten Zeitzeugen-Interviews von beiden Seiten und Retrospektiven aus der heutigen Sicht nähert sich das Autoren-Team dem Thema. Es schlägt sich auf keine der beiden Seiten, sondern versucht, die Sichtweisen aus Ost und West so miteinander zu verpuzzeln, dass sich ein annähernd umfassendes Bild ergibt. So schafft der Film, was nicht vielen Beiträgen um den 30. Jahrestag des Mauerfalls gelingt: Er erlaubt sich kein Urteil, welche Perspektive auf die Ereignisse von damals nun historisch gesehen die richtige ist, er bringt aber immerhin alle Perspektiven auf eine Bühne – und schafft somit die Grundlage für den Versuch einer gemeinsamen Sicht auf die Dinge.

Der Gründungs-Mythos des ostdeutschen Rechtspopulismus
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Kommentare 1
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · Erstellt vor etwa einem Monat ·

    Interessanter Beitrag.

    Allerdings ist der Gründungsmythos der Rechtsextremisten, die als Populisten verharmlost werden, die Ankunft der Flüchtlinge 2015, die angeblich das Land fluten, manchmal sogar die Bevölkerung austauschen sollen.
    Als Anti-Euro-Partei war die AfD ein zahnloser Tiger und die Protagonisten der ersten Stunde traten von der politischen Bühne ab.

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