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Medien und Gesellschaft

Naomi Osaka: "I will see you when I see you <3"

Mohamed Amjahid
Buchautor und Journalist

Reporter, Kurator, Autor für deutsche und internationale Medien. Studium der Politikwissenschaft/Anthropologie. Themen: Weiße Mehrheitsgesellschaft, MENA, Autokratien, Kapitalismuskritik, Feminismus und kritische Theorie.

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Mohamed AmjahidDienstag, 01.06.2021

Vorweg: Ich habe wenig Ahnung vom Tennis (und Sport allgemein), auch kenne ich mich nicht wirklich mit dem Thema Depressionen aus. Dennoch scheint es mir so, als gäbe es ein großes Problem mit Depressionen im Sport. 

Das jüngste Beispiel: Die Tennisspielerin Naomi Osaka. Die Weltranglistenzweite veröffentlichte nun ein Statement auf Twitter, das aufhorchen lässt. Zuvor hatte sie verkündet, dass sie bei den Turnieren Journalist*innen nicht mehr Rede und Antwort stehen könne. Ihre mentale Gesundheit leide unter dem durch die Interviews und Pressekonferenzen erzeugten Druck sehr. Die Turnier-Organisator*innen verhängten daraufhin eine Geldstrafe gegen Osaka und drohten mit einem Ausschluss aus den laufenden French Open, falls sie sich weiterhin weigere, zu den Pressekonferenzen zu erscheinen. Osaka entschied sich für ihre eigene Gesundheit und verzichtete von sich aus auf eine weitere Teilnahme. In ihrem Statement scheint durch, welchen Druck sie als Leistungssportlerin konstant aushalten und warum sie sich (zumindest für jetzt) eine Pause gönnen muss. Man kann Osaka nur gratulieren, dass sie sich dafür entschieden hat, ihre körperliche und mentale Unversehrtheit zu priorisieren. Ihr Statement endet mit den Worten: "I will see you when I see you <3." Hoffentlich bald.

Ich habe mich über das Thema Depressionen im Sport etwas mehr informiert und ich fand diese Studie sehr hilfreich: 

Als für den Sport relevante Faktoren haben sich bisher chronischer Stress, Stressverarbeitungsstrategien und die Balance zwischen Erholung und Belastung aufdecken lassen. Dabei scheint auch die sportspezifische körperliche Belastung eine wesentliche Rolle zu spielen. Auch lassen sich vage Hinweise auf soziale Faktoren, wie etwa der Mannschaftszusammenhalt und individuelle Faktoren (z. B. Perfektionismus) finden.

Ich kenne mich auch nicht im Fußball aus, weiß aber, dass Robert Enke ein gutes Beispiel dafür ist, warum dieses Thema allgemein ernster genommen werden sollte.

Falls Sie Suizid gefährdet sind oder Gedanken hegen, Suizid zu begehen: Es gibt Ansprechpartner*innen auch in Ihrer Nähe, die Ihnen in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen und Sie unterstützen, wieder da raus zu kommen. Rufen Sie den Krisendienst an (er ist rund um die Uhr erreichbar): 0800 1110111. Oder informieren Sie sich hier.

Naomi Osaka: "I will see you when I see you <3"

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Kommentare 1
  1. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 6 Monaten

    Gerade dazu auf Twitter bei Rico Grimm entdeckt: "Eine der besten Sportlerinnen der Welt würde buchstäblich lieber ein Grand-Slam-Turnier verlassen, als mit der Presse zu sprechen. Anstatt zu hinterfragen, was das über sie aussagt, sollte man vielleicht lieber fragen, was das über uns aussagt" https://www.theguardia... https://twitter.com/gr...

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