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Medien und Gesellschaft

Angstgeneratoren meiden, achtsam und mit Mühe Informationen sammeln

Felix Schwenzel
Internetadept

Ich schreibe seit 1995 gern ins Internet.

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Felix SchwenzelDienstag, 31.03.2020

Dass Angst ein Mittel zur Verhaltenskontrolle ist, weiß jeder der sich schon mal mit der Geschichte der Kirchen beschäftigt hat. Aber den romantischen Glauben, dass Menschen durch Vernunft, positive Verstärkung oder Vorbilder zur Einsicht zu bringen sind, haben nicht nur längst die Kirchen und Religionen aufgegeben, sondern offenbar wir alle, die wir uns eigentlich als Teil einer liberalen, demokratie- und vernunftbasierten Gesellschaft sehen. Auch Leute die vor ein paar Monaten noch darüber klagten, dass Rechtspopulisten ihre Unterstützung durch das Befeuern von Ängsten und Vorurteilen erreichen, freuten sich darüber, dass weltweit Regierungen einschneidende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus beschlossen – auch weil dann angeblich endlich alle den Ernst der Lage begreifen würden. Wenn Angst und Panik als legitime Mittel der politischen Kommunikation und des politischen Handeln angesehen werden, sollten wir dringend innehalten und mindestens nochmal nachdenken.

Angst, Panik, das Begreifen des Ernst der Lage, scheint unsere Gesellschaft immer noch als legitimes Mittel anzusehen, um die Uneinsichtigen, die „Dummen“, die Massen zu einem erwünschten Verhalten zu bringen. Darauf haben sich nicht nur die üblichen Panik-Medien und Panik-Multiplikatoren eingeschossen, sondern auch die sonst eher zurückhaltenden Medien und Multiplikatoren.

Das Paniklevel das mittlerweile weltweit erreicht wurde zeigt zwei Dinge:

  • Wir alle lassen uns — auf die eine oder andere Art — von unseren Ängsten treiben, vor allem weil wir sie nicht konfrontieren oder verarbeiten (wollen/können), was in diesem von Marcus von Jordan gepiqten grossartigem Text überdeutlich wird.
  • Wir alle ernähren uns von viel zu viel angst- und panikhaltiger Mediennahrung, was der hier gepiqte Text (weit ausholend) zeigt.

In aller Kürze fasst Seth Godin den Text, bzw. die Idee dahinter zusammen:

Being up-to-date on the news is a trap and a scam. Five minutes a day is all you need.

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder gegen „Digital Detox“ oder Mediendiäten argumentiert, weil ich glaube, dass wir (Filter-) Probleme angehen, be- und verarbeiten sollten, statt ihnen durch Enthaltsamkeit einfach auszuweichen, aber in der derzeitigen Nachrichtenlage scheint mir die Selbstisolierung von medialen Angstgeneratoren eine effektive Strategie.

Besser, und das schreibt auch Margo Aaron deutlich, scheint mir allerdings die anstrengendere Variante der Achtsamkeit auch beim Medienkonsum. Auch wenn Achtsamkeit Aufmerksamkeit und Energie kostet, kann sie sich positiv auswirken sei es auf unsere Ernährung, unserem Umgang mit anderen und uns selbst, aber eben auch unsere Informationsdiät.

Put effort into your consumption of information.

Vernunft, Gesundheit und Gelassenheit erfordern ständige Arbeit, Mühe, Achtsamkeit und wohl auch den Glauben ans Gute, bzw. die Vernunft im Menschen. All das sollten wir in der Krise nicht verlieren, auch wenn unsere Informationskanäle mit Hiobsbotschaften verstopfen und die Sicht verstellen.

Angstgeneratoren meiden, achtsam und mit Mühe Informationen sammeln

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