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Europa

Ist Merkel schuld?

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

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Eric BonseMontag, 21.03.2022

Zu den bemerkenswerten Folgen des Ukraine-Kriegs zählt es, dass das politische Erbe von Ex-Kanzlerin Merkel völlig neu bewertet wird. Noch vor kurzem wurde sie als "Leader of the free world" und Retterin der EU gefeiert. Ihre Russland- und Ukraine-Politik galt als vorbildlich – schließlich war sie maßgeblich an den ersten Russland-Sanktionen und an den Minsker Abkommen zur Befriedung der Ost-Ukraine beteiligt. Bei ihrem letzten EU-Gipfel in Brüssel wurde sie gefeiert.

Jetzt soll das alles nicht mehr wahr sein. Plötzlich war nicht nur die Russland- und Ukraine-Politik falsch, sondern auch die Energiepolitik. Merkel habe Kremlchef Putin mit ihrem "Appeasement" zum Überfall auf die Ukraine ermutigt, Nord Stream 2 sei ein fataler Fehler gewesen – und die deutsche Abhängigkeit von Gas und Öl aus Russland sei eine Schande für ganz Europa. Dabei habe man all dies längst wissen können, so die steile These der plötzlich zahlreichen Ukraine-Experten.

Man fragt sich, wo all diese Experten 2008 waren, als es um den NATO-Beitritt der Ukraine ging – oder 2014, nach dem Anschluss der Krim. Da lagen Merkels "beste Jahre" noch vor ihr, erst 2017 sollte sie zur "Führerin der freien Welt" ausgerufen werden. Hat damals jemand "Appeasement" gerufen? Nein, denn Merkel trotzte damals dem früheren US-Präsidenten Trump und sie fuhr einen immer härteren Kurs gegen Putin. Der Ukraine-Krieg lag noch nicht in der Luft.

Wer das alles noch mal nachlesen will, mit Pro und Contra, dem sei der Artikel aus der "Süddeutschen Zeitung" ans Herz gelegt. Die Schlüsselszenen in Bukarest 2008 und Kiew 2014 werden darin gut erklärt. Auch Merkels Russland-"Paradoxon" wird herausgearbeitet: Die Kanzlerin machte sich nie Illusionen über Putin – suchte aber  immer wieder das Gespräch. Hätte sie mehr tun können? Hat sie Schuld auf sich geladen? Die Chronisten der "Süddeutschen" überlassen das Urteil ihren Lesern.

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Kommentare 1
  1. Renate Schauer
    Renate Schauer · vor 5 Monaten

    Der Artikel lässt sich ohne Abo nicht freischalten bei mir.

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