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Pop und Kultur

"Blinding Lights" von The Weeknd: Wenn ein Hit zur Belastung wird

christina mohr
Freie Autorin

Geboren in Frankfurt, heute wieder dort lebend und arbeitend - hauptberuflich für einen Sachbuch- und Wissenschaftsverlag, daneben als freie Autorin für Magazine wie Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de, culturmag.de.

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christina mohrMontag, 10.05.2021

Haben Sie einen Moment Zeit für und Lust auf detail- und kenntnisreiche Pop-Berichterstattung? Dann lassen Sie sich von Slate-Autor Chris Molanphy erklären, warum der Riesenhit "Blinding Lights" für Abel Makkonen Tesfaye alias The Weeknd eher eine Belastung als ein Erfolg ist. Molanphy hat schon öfter für die Slate-Reihe "Why Is This Song No. 1?" geschrieben, zuletzt über Li'l Nas X' Hit "Montero", siehe hier. Die Reihe bietet alles, was die Herzen von Pop-Connaisseur:innen begehren: Autor:innen mit Expertise, spezielle, aber nicht zu abgedrehte Themenauswahl, und offensichtlich keine Zeichenbegrenzung :)

Der Text über "Blinding Lights" ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert: Dem Autor gelingt es, so viele Nebenstränge zu eröffnen (und zu beenden), dass "Blinding Lights" gar nicht mehr wirklich im Zentrum steht, sondern andere Songs. Molanphy eröffnet seinen Text mit einem Rückblick auf 1978, als der DJ Gary Guthrie durch Zusammenkopieren zweier Stimmen einen Hit kreierte, der sich bis dahin etwas schwer tat ... aber ich will nicht spoilern, lesen Sie selbst, welcher Hit gemeint ist. Über diesen Umweg in die Vergangenheit kommt Molanphy auf The Weeknds aktuellen Hit "Save Your Tears" (vom Album "After Hours", auf dem auch "Blinding Lights" ist) zu sprechen, ein Duett mit Ariana Grande – aber Moment: auch "Save Your Tears" wurde erst durch den Remix eines DJs zum Duett und Hit, der Song war ursprünglich eine Soloaufnahme von The Weeknd. Da es vor Jahren schon einmal ein erfolgreiches Duett von Grande und Tesfaye/Weeknd gab ("Love Me Harder"), lag diese erprobte Kombination quasi auf der Hand, um "Save Your Tears" auf die Sprünge zu helfen. Warum war das überhaupt nötig? Weil sich der enorme Erfolg von "Blinding Lights" (17 Monate in den Billboard-Hot 100-Charts) buchstäblich erdrückend auf nachfolgende Singleauskopplungen auswirkt.

Chris Molanphy erklärt musikwirtschaftliche Zusammenhänge und verbreitet Nerdwissen über Popsongs in beeindruckend ausführlicher Kleinteiligkeit und findet am Ende sogar zu seinem Eingangsbeispiel zurück. Ein gelungenes Beispiel für ambitionierten Popjournalismus.

"Blinding Lights" von The Weeknd: Wenn ein Hit zur Belastung wird

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