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Technologie und Gesellschaft

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
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piqer: Christian Huberts
Mittwoch, 19.12.2018

Wie anonymisierte Daten dennoch unsere Identität verraten können

Dass große Unternehmen fleißig unsere Daten sammeln und gewinnbringend weiterverkaufen, ist keine große Nachricht mehr. Wenn es nicht gerade darum geht, dass Facebook persönliche Nachrichten direkt an Netflix weiterleitet, scheint das Abgreifen von und Handeln mit Nutzerdaten auch halb so wild. Schließlich dient dies ja der Verbesserung von Werbe- und Dienstleistungen und läuft – so versichern die Unternehmen stets – vollständig anonymisiert ab. Dass das jedoch nie ganz stimmen kann, illustriert diese gelungene Multimedia-Reportage der New York Times von Jennifer Valentino-DeVries und ihren Kollegen.

Zu den vielen Daten, die Apps auf unseren Smartphones abgreifen, gehören unter anderem Standortinformationen. Die Kamera-App speichert den exakten Ort der Aufnahme. Die Kalender-App berechnet die Entfernung vom momentanen Aufenthaltsort zum nächsten Termin. Die Wetter-App gibt lokale Regenprognosen ab. Und in der Regel werden diese Daten nach der Verwendung nicht wieder gelöscht, sondern gespeichert und in handlichen Paketen weiterverkauft. Die Reporter*innen der New York Times haben sich so ein Paket mit anonymen Standortdaten zugelegt und konnten durch akribische Puzzlearbeit einzelne Personen identifizieren und in ihren Alltagsroutinen verfolgen – Wohnorte, Arbeitsplätze, Besuche bei der Schwangerschaftsberatung oder dem Psychologen.

Businesses say their interest is in the patterns, not the identities, that the data reveals about consumers. They note that the information apps collect is tied not to someone’s name or phone number but to a unique ID. But those with access to the raw data — including employees or clients — could still identify a person without consent. They could follow someone they knew, by pinpointing a phone that regularly spent time at that person’s home address. Or, working in reverse, they could attach a name to an anonymous dot, by seeing where the device spent nights and using public records to figure out who lived there.
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