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Technologie und Gesellschaft

Vom Aufstieg und Fall des Google Readers

René Walter
Grafik-Designer, Blogger, Memetiker | goodinternet.substack.com

Irgendwas mit Medien seit 1996, Typograph, Grafiker, Blogger. Ask me anything.

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René WalterFreitag, 07.07.2023

David Pierce erzählt auf The Verge vom Aufstieg und Fall des wohl bekanntesten RSS-Readers der Internet-Geschichte, des Google Readers.

Ich kann den Gedanken nicht abschütteln, dass Google, anstatt auf sein gescheitertes Social-Media-Experiment Google Plus zu setzen, seine Quasi-Monopolstellung im RSS-Markt weiter ausgebaut und mit der ebenfalls internetweit eingesetzten Feedburner-Technologie die bereits im Reader eingebauten Social Features betont hätte, sie den Aufstieg von Facebooks Newsfeed verhindern hätten können und wir heute deshalb in einer anderen Welt leben würden. Nicht unbedingt in einer besseren, aber möglicherweise in einer etwas weniger laut-empört-aufgeregten Welt.

Googles Reader war auch eng mit dem Aufstieg von Blogging als Kultur verzahnt: Das Schreiben-ins-Internet durch explizit Nichtjournalisten, die auf Websites ihre Gedanken und aktuelle Links zu Meldungen und Fundstücken präsentierten, setzte sich durch, als Evan Williams und Meg Hourihan ihre Platform Blogger.com gründeten. Es war dieser Moment, der die moderne Social-Media-Ära und ihre Kultur begründet: Menschen, die mit einem friktionslosen Tool ins Internet schreiben und Dinge teilen. Die großen Plattformen haben diese Kultur sicher verändert, aber sie begründeten sie nicht.

Google war in der einmaligen Position, diese Kultur zu fördern (und auszubeuten) und ein Paradigma für das Design von Social-Media-Plattformen auf RSS-Basis zu etablieren. Diese Gelegenheit haben sie leider nicht genutzt, und insgeheim hoffe ich immer noch auf einen Relaunch der bislang besten und benutzerfreundlichsten aller Reader-Softwares, auch wenn der von mir seit zwei Jahren benutzte Inoreader einem perfekten RSS-Reader durchaus nahekommt.

Vom Aufstieg und Fall des Google Readers

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Kommentare 1
  1. Dennis Schmolk
    Dennis Schmolk · vor 9 Monaten

    Ich habe den Eindruck, RSS ist inzwischen vollkommen vergessen. Ein paar Millionen Menschen nutzen Feedly (ich bin darunter), aber irgendwie ist das alles in Social Feeds und vor allem Subreddits verschwunden, soweit ich das sehe. In meinem engeren Umfeld nutzen noch 2-3 Leute aktiv einen Feedreader. Aber die Verbreitung kam nie wieder an den Google Reader ran. Was vielleicht auch an der Zielgruppe liegt, die momentan "dieses Internet" benutzt?

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