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Technologie und Gesellschaft

Michael Seemann
Kulturwissenschaftler, Autor, Internettheoretiker
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piqer: Michael Seemann
Mittwoch, 19.04.2017

Künstliche Intelligenz und der kognitive Kontrollverlust

David Weinberger hat sich immer mal wieder als wichtiger Digitalisierungs-Philosoph erwiesen. Dieser Text macht da keine Ausnahme.

Was bedeutet es, wenn künstliche Intelligenzen immer mehr Entscheidungen auf einer Wissensbasis und einem Weltmodell übernehmen, das für uns nicht mehr zugänglich ist. Zugänglich nicht allein in dem Sinne, dass wir keinen Code mehr studieren können, sondern zu dessen Verständnis unsere Menschenintelligenz nicht mehr ausreicht?

Und nein, das ist keine Zukunftsmusik, das passiert schon heute mittels Machine Learning. Wir vergessen, dass eine künstliche Intelligenz nicht intelligenter als wir sein muss, damit wir sie nicht mehr verstehen. Es reicht, dass sie hinreichend anders denkt. Das ist aber längst der Fall, weswegen Weinberger auch von „Alien Intelligence" spricht.

Machine Learning bildet Modelle der Welt, die zu komplex sind, um sie in herkömmliche, menschlich-akademische Theorie zu überführen. Und das ist ein wahnsinniger Kontrollverlust für uns Menschen. Wir können künstliche Intelligenz nur noch anhand ihrer Resultate beurteilen.

Eine wirklich sehr denkwürdige Reflexion.

Künstliche Intelligenz und der kognitive Kontrollverlust
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