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Technologie und Gesellschaft

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Montag, 23.01.2017

Donald Trumps erster Drohnen-Mord

Allem Anschein nach hat US-Präsident Donald Trump bereits an seinem dritten Arbeitstag seinen allerersten Drohnenangriff ausgeführt.

Der Angriff ereignete sich im Südwesten Jemens und tötete mindestens drei Menschen. Wie gewohnt soll es sich bei allen Opfern um "mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder" handeln. 

Ob dies jedoch den Tatsachen entspricht, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht klar. Für viele Medien ist es zur Gewohnheit geworden, die Opfer von Drohnenangriffe als "mutmaßliche Extremisten" usw. zu betiteln. 

Dies hat u.a. auch damit zu tun, dass man sich nur auf offizielle Angaben des Weißen Hauses oder des Pentagons verlässt. US-Journalist Glenn Greenwald bezeichnete dieses Prozedere einst als "officials-say journalism"

Dabei ist Grund zur Skepsis angebracht. Laut der UN wurden etwa im Jemen im Jahr 2014 mehr Zivilisten durch US-Drohnenangriffe getötet als durch Bomben von Al-Qaida. 

Im Großen und Ganzen führt Trump also nur das fort, was sein Vorgänger Barack Obama aufgebaut und zum Alltag der US-Außenpolitik gemacht hat.  

Donald Trumps erster Drohnen-Mord
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