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Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Sonntag, 08.07.2018

Trumps neue Weltordnung – wie sich die amerikanische Außenpolitik radikal verändert

Diesem Präsidenten weinten die Falken in Israel nicht hinterher: Als das Ende der Amtszeit von Barack Obama näher rückte, waren Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und seine Unterstützer erleichtert. Zwar hatten die Vereinigten Staaten von Amerika auch unter Obama stets Israel unterstützt, unter anderem im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und mit Waffenlieferungen. Aber von Donald Trump versprach sich die israelische Regierung noch viel mehr. Und der neue Präsident enttäuschte sie nicht. Er verlegte die US-Botschaft nach Jerusalem und sabotierte das Atom-Abkommen mit dem Iran.

Trump sieht in der Regierung in Teheran einen seiner Hauptgegner. Neben Israel sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate seine wichtigsten Verbündeten, um den Einfluss des Irans im Mittleren und Nahen Osten zurückzudrängen. Der US-Präsident ernannte seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu seinem Nahost-Beauftragten. Kushners Familie hatte seit langem enge Verbindungen zu Netanyahu und dessen Umfeld. Der Kurswechsel in der amerikanischen Politik überrascht deswegen kaum. 

"One of the biggest differences between the Obama and Trump Administrations on Middle East policy was their approach to, and understanding of, the Palestinian question. Kushner told aides that he thought Obama 'tried to beat up on Israel and give the Palestinians everything.' This was a common view on the right", schreibt Adam Entous im New Yorker. 

Sein lesenswertes, sehr umfangreiches Stück gibt einen tiefen Einblick in die außenpolitischen Pläne von Donald Trump. Mit europäischen und deutschen Interessen gehen diese selten überein. Für die Konflikte im Jemen und Syrien, wo sich saudische und iranische Verbündete mit Waffen gegenüberstehen, ist die Strategie Trumps eine große Gefahr. Wie so oft setzt er auf Eskalation statt auf Mäßigung.

Trumps neue Weltordnung – wie sich die amerikanische Außenpolitik radikal verändert
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