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piqer: Reportagen. fm
Sonntag, 12.06.2016

Warum wir uns alle mal einen Tag lang in lauter Gerichtsverhandlungen setzen sollten

Manche Reportagen brillieren alleine durch ihr Konzept. Ihre schlichte, aber geniale Idee. Wären sie Bücher, sie würden sich auch mit leeren Seiten verkaufen. Die Geschichte selbst, der Stil oder die Protagonisten sind fast schon sekundär.

Dies hier ist so Reportage. Ihre Idee? Der Vice-Reporter Matern Boeselager hat sich einen Tag lang im Berliner Kriminalgericht in jede Verhandlung gesetzt, die er besuchen konnte.

Jeder könnte das machen, täglich. Die meisten Gerichtsverhandlungen sind öffentlich, die hinterste Bank ist eine Zuschauerbank. Aber kaum jemand geht je freiwillig zu Gericht. Denn die Gerichtsverhandlung beginnt da, wo der «Tatort» aufhört. Sie ist ein «kompliziertes Theaterstück», nicht wirklich unterhaltsam. Aber besucht man sie alle nacheinander einen Tag lang, entsteht ein Sittengemälde, in dem sie alle auf der Anklagebank auftreten: der Asylbewerber und die Mediziner, der Vergewaltiger und der U-Bahn-Schubser, die Cannabis-Bauern und der Waldorf-Lehrer…

Warum wir uns alle mal einen Tag lang in lauter Gerichtsverhandlungen setzen sollten
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