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Reportagen und Interviews

Dmitrij Kapitelman
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piqer: Dmitrij Kapitelman
Mittwoch, 25.10.2017

Sicherheitsleute als Zuhälter in Berliner Flüchtlingsheimen

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich diese Reportage über Sicherheitsleute als Zuhälter in Berliner Flüchtlingsheimen ankündigen soll. Der Zyniker in mir will schreiben: Rechtsradikale Sicherheitsleute im Asylbewerberheim kennt man ja schon, aber zur Prostitution anstiftende und verwaltende... Oder: Wir sollten froh sein, dass die Initiative wenigstens von privatwirtschaftlicher Seite und nicht von einem V-Mann ausging... Aber Zynismus ist so grausam wie die Prostitution selbst. Was also schließen aus diesem knapp achtminütigen Film des ZDF?

Wie verzweifelt müssen geflüchtete Menschen - insbesondere muslimisch geprägte - sein, um sich in Büschen des Berliner Tiergartens für Geld zu prostituieren? Wie abgestumpft die mitverdienenden "Sicherheitsleute"? Man kann natürlich den Punkt einnehmen, dass jeder Mensch letztlich selbst seine Entscheidungen trifft. Und eine verschleppte Integrationspolitik, ausbleibende Arbeitserlaubnisse beispielsweise, die Armut und Aussichtslosigkeit, die daraus folgen, nicht hinreichend sind. Ebenso wie man als Staat in das sichere Herkunftsland Afghanistan abschieben kann, während man den eigenen Fluglinien wegen akuter Anschlagsgefahr von Routen dorthin abrät. Geht alles, zu den richtigen Bedingungen, wie im Bordell.  

 

Sicherheitsleute als Zuhälter in Berliner Flüchtlingsheimen
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