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Pop und Kultur

Fabian Peltsch
Musikjournalist
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piqer: Fabian Peltsch
Dienstag, 24.01.2017

„Latinx”: Eine hispanische Subkultur sagt Donald Trump den Kampf an

Zeiten konservativer Umwälzung haben in den USA schon immer die Popkultur befeuert, man denke nur an die Amtszeit von Ronald Reagan, in der sendungsbewusster HipHop und politischer Hardcore-Punk eine erste Blüte erlebte. 

Nicht nur dass sich kein angesehener Musiker fand, um auf seiner Amtseinführung aufzutreten, gibt auch die Flut prominenter Unterstützer des Women's March eine Ahnung davon, welches kreative Potential sich noch an Präsident Trump entzünden wird. Neben Frauen fühlen sich vor allem Bürger mit lateinamerikanischen Wurzeln von seinen Aussagen herausgefordert. Unter der genderneutralen Selbstbezeichnung Latinx hat sich in ihrer Community eine Bewegung in Stellung gebracht, die Trumps weißem, heteronormativen Amerika selbstbewusst entgegentritt. 

For the first time, large numbers of people started using the term Latinx, a word that collapses the Latino/Latina gender binary, making room for people who don’t fit into those categories, and creating a new way for young Latinxes in the U.S. to define themselves on their own terms.(...) Quite a few Latinx musicians in the U.S. made intensely personal, stunningly creative music that dealt explicitly with their experiences of being brown, of being bicultural, of being Afro-Latina.  

SPIN hat fünf Musiker der Subkultur porträtiert, darunter die Rapperin Princess Nokia und die queere Produzentin Elysia Crampton, die sich beide intensiv mit ihrer hispanischen Identität auseinandersetzen. Herausragendste Figur ist jedoch die 27-Jährige Aktivistin Alynda Segarra, die in New York ein Latinx-Festival ins Leben gerufen hat und mit ihrer Band Hurray For The Riff Raff im März das politische Konzeptalbum „The Navigator" veröffentlicht. Zwei Singles wurden bereits veröffentlicht, das glam-rockige „Hungry Ghost", und der tanzbare Protestsong „Rican Beach" mit Zeilen wie „I'll keep fighting 'til the end". Unbedingt im Auge behalten. 

„Latinx”: Eine hispanische Subkultur sagt Donald Trump den Kampf an
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