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Pop und Kultur

Martin Böttcher
Journalist, Sammler
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piqer: Martin Böttcher
Donnerstag, 19.01.2017

Lass dich bloß nicht inspirieren!

Wer hätte das gedacht? Das Urteil gegen Robin Thicke und Pharrell Williams, die sich für ihren Song "Blurred Lines" von Marvin Gayes "Got To Give It Up" inspirieren ließen, hat Nachwirkungen! Offenbar bestehen große Plattenlabels, wenn sie Remix-Aufträge vergeben, nun auf eine Vertragsklausel. Mit ihr sollen Remixer bestätigen, dass sie sich eben nicht von anderen Songs haben inspirieren lassen.

Mal ganz abgesehen davon, wie schwer so etwas im Einzelfall nachzuweisen ist: wer sich in der Clubkultur-Szene NICHT von anderer Musik inspirieren lässt, hat hier eigentlich auch nichts zu suchen. Denn es gehört ja zum Wesen der sich ständig weiterentwickelnden elektronischen Tanzmusik, dass auf bereits Bestehendem aufgebaut wird und daraus etwas Neues entsteht.

Marc Hogan jedenfalls hat sich für seinen Pitchfork-Artikel innerhalb der Produzentenszene umgehört und nachgefragt, wie sinnvoll und praktikabel so eine Vertragsklausel ist. Sinnvoll ist sie weniger, praktikabel auch nicht, aber trotzdem haben viele Produzenten sie schon mal zu Gesicht bekommen. Nicht jeder konnte sich dann dagegen wehren.

Lass dich bloß nicht inspirieren!
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