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Pop und Kultur

Katharina Kunath

Freiberufliche Journalistin, Volontärin der Axel-Springer-Akademie. Meine Texte drehen sich oft (aber nicht ausschließlich) um Mode und damit verknüpfte kulturelle, politische und gesellschaftliche Themenfelder, um Tattoos und um Dinge, die die Generation Y und Z beschäftigen.

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piqer: Katharina Kunath
Montag, 05.08.2019

Ist Streamingscham die neue Flugscham?

Was tut man im Alltag nicht alles, um ein besserer, sprich nicht-ganz-umweltunfreundlicher-klimaverpestender-Unmensch zu sein? Richtig, Plastikmüll einsparen, das Auto stehen lassen, Zug fahren, fliegen vermeiden. Aber wie sieht es mit der alltäglichen Abendplanung aus? Wer ein Netflix-, Sky- oder Amazon-Prime-Abo besitzt, weiß: Streaming macht Spaß. Und weil es egal ist, ob man abends nur eine Folge der Lieblingssendung schaut oder stundenlang durch die nicht enden wollenden Mediatheken großer Anbieter zappt, läuft das bunte Unterhaltungsprogramm auch gerne mal im Hintergrund. Kostet ja nix, eigentlich.

Blöd nur, dass eine neue Studie mit ziemlich gemeinen Zahlen um die Ecke kommt: 300 Millionen Tonnen CO2 würden pro Jahr durch Streaming-Dienste verursacht, hat das französische Unternehmen "The Shift Project" nun ausgerechnet. 

Eine Staffel „Game of Thrones" ist nach der Rechnung damit ungefähr so schädlich wie ein Inlandsflug. 

Das kann man so hinnehmen, man kann es aber auch zum Anlass nehmen, das eigene Verhalten im Netz zu hinterfragen. Wie oft ist man online, weil man online sein muss? Weil man arbeitet, aktiv etwas sucht oder wirklich einen Film schaut, den man schauen möchte? Und wie oft das Surfen nur unnötiger Zeitvertreib? 

Mich selbst hat dieser Artikel nicht überrascht, aber mal wieder klar gemacht, dass man auch als medienschaffender Millennial öfter mal das Smartphone weglegen und das Laptop zuklappen könnte – damit die Welt nicht untergeht. Nein, Spaß beiseite, es zeigt einfach wieder, dass es sich auch hier lohnt, den eigenen Konsum zu hinterfragen – auch wenn er nicht greifbar erscheint. 

Hans-Georg Rodek hat das noch ein bisschen bissiger aufgeschrieben, ich finde den Artikel trotzdem recht informativ. Er ist allerdings nur für Welt Plus Leser einsehbar. 

Ist Streamingscham die neue Flugscham?
7,8
7 Stimmen
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Kommentare 5
  1. Du Irrelevant
    Du Irrelevant · Erstellt vor 4 Monaten ·

    Das ist ein problematischer Aspekt, der andere mindestens genauso üble ist, dass "Flatrate-Streaming", vor allem diese Serien mit X-Staffeln, eine enorme Zeit fressen.
    Habe selbst eine Serie geschaut und mit Schrecken festgestellt wieviel Zeit dafür draufgeht und mich entschieden mit keiner weiteren anzufangen, da sie ja (fast?) alle auch bewusst so gemacht sind, dass man immer weiter schauen möchte...
    Kann man mal machen, aber dafür ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll um das ständig zu machen!

  2. Felix Schwenzel
    Felix Schwenzel · Erstellt vor 4 Monaten · Bearbeitet vor 4 Monaten

    abgesehen davon, dass die auslieferung der artikel, produkte und streams des axel springer verlags und seiner beteiligungen auch nicht klimaneutral ist, würde die welt [sic!] in der tat nicht untergehen, wenn mehr menschen den konsum von produkten dieses hauses mal „hinterfragen“ würden. die studie auf die sich der „bissige“ kollege rodek mutmasslich bezieht, vor allem deren stossrichtung, finde ich äusserst fragwürdig. warum, habe ich, ganz ohne biss, hier aufgeschrieben: https://wirres.net/11308

    1. Katharina Kunath
      Katharina Kunath · Erstellt vor 4 Monaten ·

      Danke für den Hinweis!

    2. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · Erstellt vor 4 Monaten ·

      Vielen Dank für den Link. Du hast nicht zufällig auch noch eine kritische Prüfung der Aussage gefunden, wonach Videostreaming jedes Jahr 305 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursachen soll, oder? Ich kann einfach nicht glauben, dass eine Staffel GoT einem Inlandsflug gleich kommt. Das würde diesen ganzen Flugscham-Narrativ ad absurdum führen. Falls doch, würde das Streaming mMn durchaus eine größere Aufmerksamkeit verdienen.

    3. Felix Schwenzel
      Felix Schwenzel · Erstellt vor 4 Monaten · Bearbeitet vor 4 Monaten

      @Frederik Fischer soweit ich das verstanden habe stützen sich die zahlen auf annahmen die sinnvoll erscheinen. mir fehlt da aber das hintergrundwissen um das beurteilen oder prüfen zu können.

      wenn man bedenkt, dass mehr als die hälfte des gesamten internet verkehrs video-inhalte sind und dass das internet natürlich gewaltige mengen energie verbraucht, ist durchaus vorstellbar dass hier auch einiges an CO₂ anfällt.

      ob dann aber „enthaltsamkeit“, verzicht, shaming oder eine rückkehr zum rundfunk lösungen sind bezweifle ich. mir fällt da als erster lösungsansatz ein, nicht nur 30% des energieverbrachs von rechenzentren mit regenerativen energien zu betreiben (30% ist die zahl die google für seine RZs nennt), sondern eben 100%. steht ja nirgendwo, dass das internet nur mit fossilen energieträgern streamt.

      ich bezweifle auch den sinn der diskussion solcher gewaltigen zahlen. wenn man sich einig ist dass bestimmte technologien unverzichtbar für die menschheit sind, sollte man nicht in erster linie auf zahlen starren, sondern eben nach lösungen suchen, politisch agieren, forschen, optimieren und massiv an der umwelt- und menschenverträglichkeit dieser technologien arbeiten.

      (was brächte es zum beispiel, wenn man mal aufaddieren würde, welche menge CO₂ alle menschen auf der erde pro jahr ausatmen? das ergäbe auch ne gewaltige zahl, die man dann als journalist in der welt „bissig“ kommentieren könnte, aber der erkenntnisgewinn wäre minimal. einerseits weil wir seit einer weile wissen, dass überbevölkerung ein problem ist und andererseits, weil der bevölkerungsanstieg ohnehin schon länger abbremst. andererseits: auch hier würde dann das „shift project“ natürlich *enthaltsamkeit* als lösung vorschlagen. in gewisser weise ist shaming ja auch für alles ne lösung.)

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