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Maximilian Rosch
Online-Redakteur und Community-Manager bei piqd

Seit März 2017 für piqd in Berlin und Leipzig.

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piqer: Maximilian Rosch
Montag, 03.09.2018

piqd Thema: Bauhaus wird 100 Jahre, welche Rolle spielten Frauen in dieser Zeit?

Isi Woop von detektor.fm hat sich für unser Podcast-Format piqd Thema mit dem Jubiläum des Bauhaus beschäftigt und einen Aspekt herausgepickt: Die Rolle der Frauen.

Im nächsten Jahr wird das legendäre Bauhaus 100 Jahre alt. Bis heute gilt Walter Gropius’ Bauhaus als "große Idee, für gemeinschaftliches, interdisziplinäres Gestalten, für die unbedingte Suche nach Utopien, Chancen und Inspirationen." Und bis heute begeistert das Bauhaus unzählige Menschen auf der ganzen Welt.

Die vergessenen Frauen des Bauhauses

Christina Mohr hat auf piqd.de einen Artikel der New Yorker Kunst-Journalistin Jillian Billard kuratiert. In "The Other Art History: The forgotten women of Bauhaus" stellt sie verschiedene Künstlerinnen der Bauhaus-Zeit vor.

Ich finde generell, dass aus vielen Kunstrichtungen die Frauen außen vor gelassen werden. […] Es wird sich dann konzentriert auf die großen männlichen Namen und die Frauen tauchen nicht auf. Und beim Bauhaus ist es tatsächlich ganz ähnlich gewesen. Das finde ich interessant und auch wichtig, dass die Frauen um die es geht, wenn auch sehr spät, entdeckt werden können. – Christina Mohr, Autorin und piqerin im Kanal Pop und Kultur

Die "Frauen-Klasse"

Walter Gropius’ Idee einer interdisziplinären Lehre an der alle unabhängig von Herkunft oder Geschlecht teilhaben sollten, beschreibt Jillian Billard in ihrem Artikel als sehr fortschrittlich. Dass sowohl Männer als auch Frauen am Bauhaus studieren durften, heißt allerdings nicht, dass Frauen dort auch gleichberechtigt behandelt wurden.

Den Frauen wurde schon erlaubt, dass sie sich am Handwerk beteiligen. Aber bitte doch dann schon in den für sie vorbestimmten Bereichen. […] Und dann gab es eben eine Weberei-Klasse, die ne Zeit lang sogar Frauen-Klasse hieß. Und eigentlich war es tatsächlich so, dass eben viele Frauen, die vielleicht auch andere Sachen machen wollten, dann erst mal so ein bisschen in die Web-Werkstatt abgeschoben wurden. – Theresia Enzensberger, Autorin des Bauhaus-Romans "Blaupause" und piqerin im Kanal Feminismen

Anni Albers

Eine dieser Frauen war Anni Albers, die ursprünglich Malerei studieren wollte. In der Webklasse hat sie sich allerdings sehr wohl gefühlt und das Handwerk für sich entdeckt. Im Bauhaus sollte die Grenze zwischen Kunst und Handwerk aufgeweicht werden. Bis heute werden Kunst und Handwerk aber nach wie vor noch häufig getrennt betrachtet.

Die wenigen Arbeiten, die in Deutschland in Museumssammlungen sind, sind eigentlich alle in Design-Sammlungen. Aber das war für uns, sowohl für die Tate als auch für die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ein wichtiger Schritt weil wir gesagt haben, wir wollen sie jetzt wirklich explizit in einem Museum für moderne Kunst zeigen. – Maria Müller-Schareck, Kuratorin in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Die Anni Albers Ausstellung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist noch bis zum 09. September 2018 in der K20 in Düsseldorf zu sehen, bevor sie dann ab Oktober in die Tate Modern in London umzieht.

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Kommentare 2
  1. Alexander Krützfeldt
    Alexander Krützfeldt · Erstellt vor 9 Monaten ·

    Dazu vielleicht auch das Buch von Theresia Enzensberger: https://www.hanser-lit...

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · Erstellt vor 9 Monaten ·

      Danke für die Verlinkung :)