Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Community-Kanal:

Medien und Gesellschaft

Über die performative Kraft von Autorität

Pierre Stephani
Doktorand

Die Schwerpunkte meiner Arbeit bewegen sich an der Schnittstelle von Designwissenschaft, Raumforschung & politischer Ökonomie.

Zum User-Profil
Pierre StephaniFreitag, 29.03.2019

Was haben Willy Brandt, Winston Churchill und Johannes Paul II. gemeinsam? Sie wurden zu Autoritäten in unserer kollektiven Erinnerung.

Wie und warum aber entsteht Autorität? 

Dieser Frage geht der NZZ-Kommentar des Soziologen Heinz Bude nach und legt dabei ein Schlaglicht auf die „performative Kraft von Autorität", die noch: 

„im 19. und 20. Jahrhundert mit stärke, Wahrheit und Kausalität verbunden (wurde). Der alte Typus der Autorität kam also eher einem Propheten oder Wahrsager gleich. Einer der im wahrsten Sinne des Wortes alles Be-Herrschen wollte.“

Bude geht es allerdings nicht um die Verteidigung des altgriechischen Typus des Demiurg, der mit göttlicher Allwissenheit das Geschick der Menschen lenkt, sondern um das genaue Gegenteil:

„Die Dezentralisierung von Autorität„

Interessant bettet Bude dabei die alten Figuren und Vorstellungen der Autorität in unser zeitgenössisches Spannungsfeld ein. Das sich zwischen dem wiederkehrenden Bedürfnis nach starken Autoritäten und einer Sinn- und Orientierungskrise der liberalen Demokratien bewegt:

„Heute befinden wir uns in nicht weniger orientierungsbedürftigen Zeiten. Es geht um die Zukunft der westlichen Welt (…) in dem das chinesische Modell eines autoritär regulierten, das amerikanische eines liberal freigesetzten und das europäische eines korporativ eingebetteten Kapitalismus um die Vorherrschaft kämpfen. Aber es fehlen die Autoritäten, die einen Weg weisen oder nur Ruhe im Sturm ausstrahlen könnten. (…) Stattdessen haben wir mit Fake-Autoritäten zu tun, die sich als exzentrische Spieler, narzisstische Demagogen und schlaue Gelegenheitsnutzer gerieren. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie die zerstörerischen Impulse, die sich in den Prozessen der Transformation verbergen, mobilisieren, statt sie zu gestalten. Es sind letztlich alles Fatalisten, die es (…) aufgegeben haben, das Disparate, Widersprüchliche und Gegensätzliche unserer gesellschaftlichen Welt zusammenzuführen.“
Über die performative Kraft von Autorität

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt kostenlos Mitglied!

Kommentare 3
  1. Pierre Stephani
    Pierre Stephani · vor fast 5 Jahre

    Hier der richtige Link zum Beitrag von Heinz Bude:
    https://www.nzz.ch/mei...

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor fast 5 Jahre

      Wir haben den Link oben auch geändert, dachten, das sei sicher in deinem Interesse.

    2. Pierre Stephani
      Pierre Stephani · vor fast 5 Jahre

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Medien und Gesellschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.