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Medien und Gesellschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Montag, 23.01.2017

Interview mit Anja Reschke und Dunja Hayali: Verkaufe ist populismusfördernd

Zwei bemerkenswerte Frauen geben ein bemerkenswertes Interview. Anja Reschke und Dunja Hayali sprechen nicht "nur" über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Hass im Netz, sondern reflektieren klug die Gründe, die diesen Hass befördern.

Drei Aussagen von Anja Reschke stachen für mich besonders heraus:

1.) Wie der Klick-Kapitalismus Populisten in die Hände spielt

Ich erwarte von Journalisten, dass sie sich Gedanken darüber machen, was ihre Berichterstattung bewirkt. Das geht nur bedingt, das ist mir schon klar. Letztendlich werden auch Programme oder Artikel für die Verkaufe publiziert. Und das finde ich schwierig. Verkaufe ist populismusfördernd.

2.) Das Fortschreiben der aktuellen Dynamik digitaler Öffentlichkeit

Man muss sich fragen, wie das weitergehen soll. Wie wird das in 20 Jahren, wenn wir alle Informationen über Facebook oder eine andere Plattform erhalten, weil die Öffentlich-Rechtlichen und Zeitungen an Verbreitung verlieren?

3.) Ein Facebook-Problem, das viel schwerer wiegt als Fake News und mehr Aufmerksamkeit verdient. 

Was ich krass finde, sind diese geschlossenen Facebook-Gruppen, wo es klar um Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus geht. Da macht Facebook die Augen zu.

Interview mit Anja Reschke und Dunja Hayali: Verkaufe ist populismusfördernd
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