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Ideen und Lösungen

Michaela Haas
Reporterin. Autorin. Coach.
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piqer: Michaela Haas
Donnerstag, 23.05.2019

Frausein macht krank

Männer und Frauen sind gleichberechtigt, heißt es so schön im Grundgesetz. Tatsächlich stimmt das aber nicht, vor allem nicht in der Medizin.

Als die PR-Managerin Carolyn Thomas mit Ende 30 ihren ersten Herzinfarkt hat, schickt sie der Arzt in der Notaufnahme wieder nach Hause. Sie habe nur Sodbrennen und solle sich ausruhen. »Ich kam mir ziemlich blöd vor, dass ich wegen Sodbrennen so ein Theater gemacht hatte«, erzählt Thomas. Zwei Wochen später landet sie wieder in der Klinik – mit einem massiven Infarkt. Der Arzt hatte nicht erkannt, dass seine Patientin in einer lebensgefährlichen Krise steckte.

Männer leiden häufiger an Herzkrankheiten, aber Frauen sterben öfter daran. Das wissen Ärzte schon lange und rätseln, warum das so ist. Ich habe die Frage schon mal recherchiert und herausgefunden:  Es macht auch einen entscheidenden Unterschied, ob der behandelnde Arzt ein Mann oder eine Frau ist. Weibliche Patientinnen sterben signifikant öfter, wenn sie von männlichen Ärzten behandelt werden.

Meine Kollegin Mareike Nieberding nimmt sich nun die geschlechtssensible Medizin in einer unbedingt lesenswerten Titelgeschichte im SZ-Magazin vor, vor allem am Beispiel Herzkrankheiten und Depressionen, und sie kommt zu dem vernichtenden Fazit:

Die geschlechtersensible Medizin fristet auch nach dreißig Jahren Aufklärungsarbeit ein Dasein in der Nische.

Darüber könne man seit Neuestem ganz offen mit den Ärzten in der Klinik sprechen, sagt Vera Regitz-Zagrosek. Vor Kurzem habe ihr ein Kollege erzählt, warum es nicht klappe mit den Frauen in der Medizin: Ihm zufolge scheitern sie, sobald es an die Intensivstation und die Nachtschichten geht, weil sie dann von ihren Kindern wegmüssen und die Arbeit körperlich zu anstrengend ist. »Stimmt«, habe Regitz-Zagrosek da ironisch gesagt: »Deshalb sind ja auch die Krankenschwestern auf den Intensivstationen alle Männer.«

Die Lösung liegt auf der Hand: Echte Gleichberechtigung in allen Sparten der Medizin.

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