Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Literatenfunk

Neujahr

Neujahr

Jan Kuhlbrodt
Autor und Philosoph

*1966 in Karl-Marx-Stadt
Studium in Leipzig und Frankfurt am Main
Redakteur bei EDIT und Ostraghege
freier Autor
letzte Veröffentlichungen: Kaiseralbum (Verlagshaus Berlin), Das Modell (Edition Nautilus), Die Rückkehr der Tiere (Verlagshaus Berlin)

Zum piqer-Profil
Jan KuhlbrodtSamstag, 01.01.2022

Am Neujahrstag habe ich mir ein Buch auf den Tisch gelegt, der eher als ein Schreib- ein Denktisch ist, das ein Eingedenken induziert. Eine Erinnerung an Thomas Brasch und zugleich ist es ein Kennenlernen.

Ich treffe nämlich im Buch auf Zeichnungen der Berliner Künstlerin Natascha Ungeheuer. Der Malerin. Bildstrecken in Schwarz-Weiß. Die Zeichnungen würde man wahrscheinlich surreal nennen. Sich überlagernde Gesichter. Geweitete Pupillen. Eine Landschaftsumkehr.

Im Traum sind die Gestorbenen noch immer am Leben. Sie unterscheiden sich von den Lebenden nicht, nur wenn wir erwachend die Augen uns reiben, erkennen wir uns in unserer Einsamkeit. 

Im Traum vermischen wir uns mit den Toten und wundern uns nicht, einander zu treffen. Manchmal träumt man das eigene Sterben.

Im Frankfurter Gutleut Verlag ist ein Buch erschienen, das Traumtexte von Thomas Brasch versammelt und ihnen Zeichnungen der Künstlerin Natascha Ungeheuer zur Seite stellt. 

Die Herausgeberin Maria Hanf hat die Texte aus Braschs Arbeits- und Tagebüchern destilliert. Brasch bezeichnete seine Traumtexte als Nachtwerke, schreibt sie im Vorwort.

Legt man die Leben von Ungeheuer und Brasch übereinander, umschließt das der einen jenes des andern. Ungeheuer ist 1937 geboren und Brasch 1945. Er starb 2001. Ich meine, wenn ich die Texte lese, so etwas wie eine alternative Historie zu erkennen. 

Eine reverse Überschreitung der Systemgrenzen als Traumgrenzen. 

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Literatenfunk als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.