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Liebe, Sex und Wir

Jennifer Sutholt
Blogger

Seit zwei Jahren habe ich mit einem Co-Vater eine kleine Tochter und blogge über unsere etwas andere Familie. Anderen Frauen und Männern Mut machen, neue Ansätze finden, das Aufbrechen verkrusteter Strukturen, das ist meine Intention.

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piqer: Jennifer Sutholt
Montag, 29.04.2019

Am Anfang und am Ende des Kinderwunsches. Familie kann mehr sein als Vater-Mutter-Kind.

Karen schreibt über ihren Wunsch, Mutter zu werden. Unabhängig von einem Mann. Man mag den etwas witzigen Tonfall mögen oder nicht, aber in einem hat sie recht: Single-Frauen wird die Möglichkeit, eine gute Mutter zu sein, überhaupt eine Familie zu sein, einfach abgesprochen. Familie gibt es nur ab drei Personen aufwärts, alles andere stößt auf Verwunderung, Ablehnung und Intoleranz.

Und dann lernst du: Du kannst das gar nicht schaffen. HA. Pech. Ohne Partner bist du zwar „immer noch toll“ und „der Richtige wird schon kommen“ (und wenn nicht, „hast du ja immer noch den Hund“ (wie bitte?!)) - die „Erlaubnis“ für ein Kind wird dir allerdings vollends abgesprochen. Weil das nämlich „keine Familie“ ist. Und „total verrückt und wahnsinnig“ wäre.

Welche Möglichkeiten gibt es für Frauen mit Kinderwunsch und ohne Partner? Mittlerweile immer mehr, sogar eine Samenspende ist möglich. Co-Elternschaft ist eine weitere. Beide Artikel sind etwas älter, geben aber einen guten Einblick.

Doch wie geht es Frauen, die nicht am Anfang des Kinderwunsches sind, sondern am Ende? Bei denen feststeht, es gibt keine Möglichkeit, ein leibliches Kind zu bekommen. Denen ebenfalls das Recht, eine Familie zu sein, eben aus zwei Erwachsenen, abgesprochen wird. Wie hart es ist, diese Tatsache hinzunehmen und zu verarbeiten, das erzählt Franziska Ferber vor einiger Zeit bei EDITION F:

Es hat nicht geklappt. Ich bin kein einziges Mal schwanger geworden. Und ich war verzweifelt – über Jahre hinweg. Ich fühlte mich einsam, weil ich das Gefühl hatte, dass mich niemand versteht. Und ich litt sehr, weil scheinbar alle so problemlos das erreichten, was ich mir so sehnlichst wünschte: Eine Schwangerschaft, ein Kind, ein glückliches Familienleben. Es hat lange Jahre gedauert, bis ich mich wieder glücklich und zufrieden fühlen konnte.“


Beide Geschichten sind Extreme, dazwischen gibt es unendlich viele Grautöne, Frauen, die noch hoffen, nie wollten und die, die eigene Wege gehen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Am Anfang und am Ende des Kinderwunsches. Familie kann mehr sein als Vater-Mutter-Kind.
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