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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Donnerstag, 22.02.2018

Energiewende ohne Frauen

Die britische Wissenschaftlerin Catherine Mitchell führt das langsame Transformationstempo der Energiebranche auf den Männer-Überhang in den Chefetagen zurück. Fehlende Geschlechterdiversität mache die Branche weniger offen für neue Ideen und einen Wandel zu CO2-ärmerer Energieerzeugung.

Fakt ist, dass Frauen (und das kann ich aus jahrelangem Besuch von entsprechenden Konferenzen, Messen, Podiumsdiskussionen etc. persönlich bestätigen) in der Branche krass unterrepräsentiert sind – und zwar auf allen Managementebenen. Ganz ähnlich sieht es in der Autobranche aus, die in den letzten Jahren ebenfalls ein kleines Innovationsproblem an den Tag gelegt hat.

Für den Frauenmangel in der Energiesparte gibt es zahlreiche Gründe: mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gläserne Decke, bestehende Männerseilschaften und nicht zuletzt die Frage, warum Frauen in Deutschland seltener MINT-Fächer studieren.

Männern pauschal für weniger offen für neue Ideen zu erklären, halte ich für sehr überspitzt ausgedrückt und auch Formulierungen wie „insbesondere ältere weiße Männer, bremsen die Transformation der Energiewirtschaft“ für nicht produktiv.

Dass aber in einer Branche, deren Verhalten sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch betrachtet, eine elementare Rolle für Deutschlands Zukunft spielt, ein Teil der Bevölkerung praktisch nicht involviert wird, ist aus meiner Sicht ein ernsthaftes Problem.

Energiewende ohne Frauen
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