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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Freitag, 06.01.2017

Eisberg voraus

Ein gewaltiger Riss frisst sich durch Larsen-C, den größten Eisschelf am Südpol. Der Riss ist groß und er wächst schnell, wie auf den im Artikel verlinkten Bildern gut zu sehen ist. Bricht die Masse vom Schelf ab, entsteht damit ein neuer Eisberg. „Kalben" nennen Fachleute dieses Phänomen. Das ist erstmal nichts Besonderes.

Das Ausmaß der sich aktuell anbahnenden Abspaltung ist jedoch ungewöhnlich und könnte zum Risiko für die gesamte Eisplatte werden: Das Larsen-C-Schelfeis verliert mehr als zehn Prozent seiner Fläche, wenn der Eisberg abreißt. Einige Forscher befürchten, dass die gesamte Eisplatte dadurch instabil wird.

Im Hintergrundbericht von Klimaretter findet sich neben weiteren interessanten Informationen ein Link zu einem wissenschaftlichen Modell für das Fließen von Schelfeis mit dem Forscher berechnet haben, dass sich Larsen C von diesem Eisverlust nicht mehr erholen dürfte und wohl zerfallen wird.

Warum das Larsen-Schelfeis so viel Masse verliert, ist nicht abschließend geklärt. Auch auf eine genaue Prognose, welche Auswirkungen es mittelfristig auf den Meeresspiegel haben wird, wenn sich der 5.000 Quadratkilometer-Eisberg abgespalten hat, will sich kein Forscher festlegen.

Sicher scheint aber: Die Geburt eines sehr, sehr großen Eisbergs steht in nicht allzu ferner Zukunft an.

Eisberg voraus
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