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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom und Wärme – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2007 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

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piqer: Ralph Diermann
Freitag, 12.01.2018

Die olympischen Winterspiele und der Klimawandel: Zu warm!

Was für ein schönes Archivfoto aus Sankt Moritz, mit dem die New York Times diesen Artikel illustriert: Ein Open-Air-Eishockeyfeld zu Füßen mächtiger Gebirgsmassive, aufgenommen bei den olympischen Winterspielen 1928. Undenkbar ist das Spielen unter freiem Himmel heute – schon allein, weil das Wetterrisiko viel zu groß wäre.

Das IOC hat daher einige Disziplinen in Hallen verlagert. Doch mit Sportarten, die Berge oder Fläche benötigen, geht das natürlich nicht. Und das wird über kurz oder lang ein echtes Problem: Der Klimawandel lässt die Zahl möglicher Kandidaten für künftige Winterspiele deutlich schrumpfen. Die New York Times berichtet jetzt über die Studie eines US-amerikanischen Geowissenschaftlers, der untersucht hat, in welchen der 21 Gastgeberstädte der Vergangenheit auch Mitte dieses Jahrhunderts noch Spiele stattfinden könnten. Danach bestünde in fast der Hälfte der Austragungsorte ein hohes oder sehr hohes Risiko, dass die Temperaturen an den Sportstätten für Wettkämpfe zu hoch sind. Kunstschnee ist laut der Studie auch keine Lösung, weil es für dessen Produktion sehr kalt sein muss.

Bleibt allerdings die Frage, welche Städte mit besseren Bedingungen überhaupt noch Lust haben auf die Spiele angesichts der Doping- und IOC-Skandale und des hohen Investitionsaufwandes. Zuletzt haben mit Oslo, Innsbruck und Stockholm ja einige aussichtsreiche Kandidaten einen Rückzieher gemacht.

Nachtrag: Wie es um die Zukunft des Wintersports in Deutschland bestellt ist, hat die taz gerade hier beschrieben.

Die olympischen Winterspiele und der Klimawandel: Zu warm!
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