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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Freitag, 26.05.2017

Brennbares Eis: China will Methanhydrat aus der Tiefsee fördern – verheerend für das Klima

In Frank Schätzings Beststeller „Der Schwarm“ beginnt der Untergang der Zivilisation mit einer Art Kristall, der in großer Menge am und im Meeresgrund vor den Küsten aller Kontinente vorkommt: mit Methanhydrat – eine Verbindung von Wasser und Methangas, dem Hauptbestandteil von Erdgas –, die unter hohem Druck in den Tiefen des Meeres entsteht. Schätzing löst in seinem Buch einen gigantischen Tsunami aus, indem er den unterseeischen Festlandssockel vor Norwegen ins Rutschen bringt, als Bakterien das Methan aus dieser Verbindung lösen.

Chinesische Forscher dagegen sehen in solchen Gashydraten weniger eine Gefahr als vielmehr eine Chance, berichtet nun die taz – die brennbaren Methanverbindungen sollen nämlich helfen, den Energiehunger der Welt zu stillen. Ihnen ist es jetzt gelungen, ein Methanhydratvorkommen zu erschließen. Auf dem Grund der Weltmeere lagert zehnmal so viel Methan wie in allen herkömmlichen Lagerstätten zusammen.

Bei Klimaschützern klingeln die Alarmglocken. Nicht nur, weil das Methanhydrat ein fossiler Energieträger ist, der einer Dekarbonisierung samt konsequentem Umstieg auf erneuerbare Energien entgegensteht. Sondern auch, weil der Abbau sehr kompliziert ist. Entweicht dabei Methan in die Atmosphäre, wirkt es 25-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Brennbares Eis: China will Methanhydrat aus der Tiefsee fördern – verheerend für das Klima
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