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Kopf und Körper

Benedikt Sarreiter
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piqer: Benedikt Sarreiter
Mittwoch, 02.05.2018

Wellness als Befreiung

Badehäuser waren schon immer ein Ort des Rückzugs und des Geheimen. Es ging dort nie nur um die Reinigung von Körper und Seele, sondern auch um den Austausch von Zärtlichkeiten (und damit ist nicht gemeint, dass der Masseur den Rücken mit einem sanftem Peeling einreibt). Manchmal ließen sich sogar Saunieren und sexuelle Befreiung verbinden. So war das etwa während der 70er Jahre im New Yorker Continental Baths (und natürlich nicht nur dort). Der australische Opernsänger Steve Ostrow gründete den Laden in Manhattan.

The Continental had around 400 private rooms, a sauna, a swimming pool and – eventually – a dancefloor. Over the next eight years, it became a cultural hub for music, clubbing and queer culture, providing gay men with a safe space unlike anything that had been seen before.

Homosexualität stand zu dieser Zeit in den USA noch unter Strafe. Ostrow bot den Gays einen Ort, an dem sie sich ausleben konnten. Aber nicht nur sie. Frauen zählten ebenfalls zu den Gästen. Und viele Stars von Mick Jagger bis Alfred Hitchcock. Frankie Knuckles und Larry Levan, die später zu Größen der House- und Disco-Music werden sollten, lernten dort, wie man einen Dancefloor kontrolliert. Was für ein Ort! Wie langweilig erscheinen einem da die biederen Wellness-Kitsch-Landschaften der Gegenwart. Ostrow, der heute noch lebt, schuf einen einzigartigen Raum des Friedens, der Liebe und des Drogenkonsums.

It’s heartening and remarkable that this married, entrepreneurial Australian opera singer was one of the most vociferous advocates for gay rights. “Let me explain to you: I am not gay, I am not straight, I am not bisexual, I am not asexual. I am a sexual person and, to me, it’s either good or bad – and why give up 50% of the population? I have slept with some of the most beautiful people in the world and I’ve never hid it from anybody, not my wife, not my family. That’s who I am.”

Wellness als Befreiung
7,5
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