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Tino Hanekamp
Autor

Tino Hanekamp war Journalist und Musikjournalist, hat in Hamburg mit Freunden zwei Musikclubs gegründet (‚Weltbühne‘, 'Uebel & Gefährlich’) und einen Roman geschrieben (‚So was von da‘). Derzeit lebt er im Süden Mexikos, wo er schreibt, die Tiere füttert und seine wundersame Frau liebt.

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piqer: Tino Hanekamp
Montag, 08.01.2018

Time’s Up — Natalie Portman über die Bewegung der Stunde

Gestern also die Golden Globes mit Oprah Winfreys historischer Rede, und überhaupt war der Aufstand der Frauen das beherrschende Thema des Abends, Trump wurde nicht ein einziges Mal erwähnt. Fast alle im Publikum trugen Schwarz als Zeichen der Solidarität mit der Time’s Up-Bewegung. Über die Existenz der Organisation hat die New York Times am 1. Januar erstmals berichtet. Sie ist ein Zusammenschluss einflussreicher Frauen aus Hollywood im Kampf gegen Übergriffe — nicht nur gegen Frauen, und nicht nur in Hollywood. Die Schauspielerin Natalie Portman erklärt im hier verlinkten Interview, was es mit der Initiative auf sich hat:

We were very focused on the fact that workplaces feel unsafe for so many people, across so many industries, for women and men. Even more for the disabled, LGBTQ-plus, people of color — they all feel a different extent of harassment and abuse than women, even. ... That’s why we started the Time’s Up Legal Defense Fund ... in terms of raising funds for that ... so we don’t have this kind of power imbalance in the legal system, as well, that is creating retaliation for people speaking up, and this kind of bullying into silence that has endangered so many people.

Binnen zwei Wochen wurden bereits 14,5 Millionen Dollar eingenommen mit mehr als 7.000 Spenden aus 60 Ländern. Die Time’s Up-Organisation könnte zu einem wichtigen Werkzeug im Kampf gegen diskriminierende Übergriffe werden, wenn es tatsächlich gelingt, den Opfern auch nach dem Erheben ihrer Stimme zur Seite zu stehen, wenn der wirkliche Kampf beginnt. Gehört zu werden ist eine Sache, mit den Konsequenzen des Aufbegehrens umzugehen, eine andere. Letztlich braucht es in jedem Land eine Organisation, an die sich Opfer von Diskriminierungen und sexuellen Übergriffen wenden können, und die sie dann unterstützt. Erst dann werden jene sich zu wehren wagen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen und aus einem Gefühl der Ohnmacht und des Alleingelassenseins bisher schweigen.

Time’s Up — Natalie Portman über die Bewegung der Stunde
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