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Marcus Bösch
piqer: Marcus Bösch
Donnerstag, 27.10.2016

Super Mario wird persönlich. Ich hab Angst.

Wir werden uns zurückwünschen. In die gute alte Zeit. Als die Dinge einfach Dinge waren, dumm und nicht schlau. Als noch nicht alles personalisiert war, ständig geupdated wurde, aber dafür einfach nur funktionierte – für alle gleich.Keith Stuart liefert im Guardian – ausgehend von einer Folge der Serie Black Mirror – einen Abriss der Bemühungen, künstliche Intelligenz in Spielerlebnisse zu integrieren, um personalisierte Videospiele anbieten zu können. In dem fiktionalen Near Future Scenario wird ein amerikanischer Tourist bei einem britischen Game Studio mit einem "biorobotic implant" ausgestattet. Das AI Programm scannt nun seine verborgensten Ängste und remixed die sogleich mal mit in die immersive Spielerfahrung. Der arme Typ rastet komplett aus. 

Was nach einer – in der Theorie – erstmal ganz spannenden, aber auch futuristischen Angelegenheit klingt, wird seit Jahren von Forscherinnen und Forschern vorangetrieben. Lernende Systeme können sich bereits auf die individuellen Moves der Spielenden einstellen und entsprechend reagieren. So gibt es dann beispielsweise bei Super Mario Level, die ein Computerprogramm generiert hat, das vorher bei YouTube und Twitch Bewegungen von Spielern analysiert hat. Warum nicht, denke ich mir da. Und möchte derzeit dann aber lieber doch noch kein Horror-Game spielen, das mich auf Grundlage meiner persönlichsten Ängste zu Tode erschrickt. 

Super Mario wird persönlich. Ich hab Angst.
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