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piqer: The Buzzard
Dienstag, 27.02.2018

Ist es gerechtfertigt, dass die Türkei die Kurden in Syrien bekämpft?

Syrien und immer wieder Syrien. Die Leitmedien konzentrieren sich gerade auf die Kämpfe in Ost-Ghuta. Aber auch in Afrin sterben jeden Tag Zivilisten. Truppen der türkischen Regierung greifen seit sechs Wochen die kurdische Enklave im Nordwesten Syriens an. Dabei setzt Erdogan auch auf deutsche Panzer, was Medien und Politiker hierzulande scharf kritisieren. Die Linkspartei verurteilt die Militäroffensive beispielsweise als illegalen Angriffskrieg.

Doch die Frage nach der Rechtmäßigkeit ist auch unter Experten nicht geklärt. Erdogan selbst bezeichnet den Einsatz als Anti-Terroroperation. Und es gibt auch Völkerrechtler, die argumentieren, der Krieg sei mit internationalem Recht vereinbar. Der Vorstoß wird dabei von großen Teilen der türkischen Öffentlichkeit und auch der Opposition unterstützt; auch zahlreiche Kommentatoren aus dem Ausland befürworten den Einsatz.

Wir von The Buzzard fragen uns deshalb diese Woche: Ist es gerechtfertigt, dass die Türkei die Kurden in Syrien bekämpft?

Empfehlen möchten wir an dieser Stelle zwei Texte: Eine Analyse des Historikers Basheer Nafi im MIDDLE EAST EYE und den Artikel der kurdischen Aktivistin Dilar Dirik im NEW INTERNATIONALIST. Nafi schreibt, der Türkei bleibe gar keine andere Wahl, als die Kurden in Afrin anzugreifen. Die in Afrin tonangebende Kurdenpartei sei nämlich nichts anderes als die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit über 30 Jahren gegen den türkischen Staat kämpft.

Dirik widerspricht: Die Offensive zerstöre eine Enklave, die zu den sichersten in Syrien gehöre und hunderttausenden Binnenflüchtlingen Schutz biete.

Mehr Perspektiven finden Sie in unserer aktuellen Debattenübersicht. Mit dabei sind Lösungsvorschläge von Nah-Ost-Experten, Stimmen von Journalisten aus der Region und Einschätzungen von Völkerrechtlern.

Ist es gerechtfertigt, dass die Türkei die Kurden in Syrien bekämpft?
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Kommentare 1
  1. Emran Feroz
    Emran Feroz · Erstellt vor mehr als einem Jahr ·

    Auch ich finde diese Thematik sehr komplex. Beiden Experten, die hier genannt werden, kann ich nicht ganz zustimmen. Nafi schreibt, der Türkei bleibe "keine andere Wahl" und spricht von der PKK. So wird auch von (zum Teil sehr fanatischen) Anhängern der türkischen Regierung argumentiert. Was dabei nicht erwähnt wird: Warum gibt es eine Gruppierung wie die PKK überhaupt? Was hat das Ganze mit türkischem Nationalismus zutun (sehr viel!)? Warum werden Verbrechen des türkischen Militärs nicht als Staatsterror bezeichnet?

    Ähnlich verhält es sich auch mit Dilek. Es fällt immer wieder auf, wie kurdische Journalisten, Intellektuelle etc. aus dem links-säkularen Milieu die PKK romantisieren. Was dabei nicht erwähnt wird: Wie sieht es mit ethnischen Säuberungen aus? Es gab immer wieder Berichte, dass Turkmenen und Araber von PKK/YPG in den jeweiligen Gebieten verfolgt und verjagt wurden. Hat die PKK/YPG lediglich einen säkularen oder einen religionsfeindlichen Standpunkt? Auch hierzu hieß es, dass man gegen praktizierende Muslime (also normale Menschen) aufgrund ihres Glaubens vorgegangen ist. Und: Wie ist denn nun das Verhältnis dieser Gruppierungen zum Assad-Regime, dem größten Mörder in der Region?

    Was bei der Diskussion meines Erachtens nach oft zu kurz kommt, sind Ursache und Wirkung. Dies spielt vor allem der türkischen Regierung in die Hände.

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