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Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Sonntag, 13.08.2017

Ist das Internet noch zu retten?

Diese Frage werden sich wahrscheinlich nicht die Nutzer stellen, die allein in ihrer Facebook-Welt und anderen Apps, die sie in einem digitalen Gehege festhalten, unterwegs sind. Ursprünglich aber ging es beim Internet um gänzlich andere Prinzipien. Es ging um Dezentralisierung, die Welt mit der neuen Technik zu einem besseren Ort zu machen, die Verhinderung von Machtmissbrauch und Machtkonzentration, Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmtheit.

Davon sind wir, so Peter Sunde, Gründer von The Pirate Bay, in einem Interview mit The Next Web, aber mehr denn je entfernt, da die großen Konzerne es geschafft haben, all diese Prinzipien zu übergehen und den Durchschnittsusern dies auch noch mit einem vorgeblichen Gewinn an Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit zu verkaufen. Zentralität und Machtkonzentration sind genau die Ergebnisse, die mit dem Internet überwunden werden sollten. Wir als User haben das Internet damit "zurück" an den Kapitalismus verloren, von dem wir es zu entreißen glaubten, so Sunde. Die einzige Möglichkeit, das nun kapitalistische Netz zu bändigen, ist, es politisch zu regulieren, so der Gründer von The Pirate Bay.

Er vergleicht dabei den Versuch der Regulierung von "Big Data" pessimistisch mit dem langen Kampf gegen die Tabakindustrie. Provokante Lektüre, die sehr nachdenklich stimmt.

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