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Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Freitag, 07.10.2016

Holpriger Start, großer Erfolg und eine Kontroverse um Kinderaugen: Der 3DS im Videoporträt

Als Nintendo den 3DS 2011 vorstellte, klang die Idee revolutionär: Eine Handheldkonsole, die Spiele dreidimensional darstellen kann, ohne dass dafür eine spezielle Brille getragen werden muss! Fünf Jahre lang blieb der 3DS populär – besonders, aber durchaus nicht nur bei Kindern. Erst jetzt, da Nintendos neue NX-Konsole quasi vor der Tür steht, gehen die Verkaufszahlen offenbar zurück.

Seit 2011 wurden satte 60 Millionen Exemplare der kleinen Handheldkonsole verkauft – und das, obwohl sie bei ihrer Einführung zunächst so wenig Zuspruch fand, dass ihr Preis binnen Monaten erheblich gesenkt wurde und Nintendos Präsident Satoru Iwata sein Gehalt um die Hälfte reduzierte, um den finanziellen Schaden zu minimieren. Letztlich setzte sich der 3DS aber durch und heute ist er ein gutes Beispiel für die Kombination aus Innovationsfreude und Massentauglichkeit, die Nintendo-Fans so schätzen – auch wenn sie, wie im Falle der glücklosen Wii U, nicht immer so gut aufgeht.

In knapp elf sehr flott erzählten Minuten erzählt das verlinkte Video des YouTube-Kanals Did You Know Gaming? die Vor- und Entwicklungsgeschichte des 3D-Handhelds, die technischen Hintergründe und die Kontroversen rund um das kleine Gerät. Die gab es zum Beispiel rund um das Thema Augengesundheit: So warnten Augenoptiker, dass sich die Augen kleiner Kinder durch stundenlanges 3DS-Spielen unzureichend entwickeln könnten – und es gab auf der anderen Seite Augenärzte, die spekulierten, dass sich dank des 3DS Probleme mit dem räumlichen Sehen bei Kindern früher feststellen und damit besser behandeln lassen würden.

Ob nun die einen oder die anderen Recht hatten: Dem Erfolg des 3DS scheint die Diskussion keinen Abbruch getan zu haben – und selbst die Zweifler hat Nintendo geschickt eingefangen: Wer Angst vor dem autostereoskopischen Display hat, kann seit 2013 auch zum 2DS greifen, einer abgespeckten Version ohne 3D-Display.

Holpriger Start, großer Erfolg und eine Kontroverse um Kinderaugen: Der 3DS im Videoporträt
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