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Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Samstag, 13.08.2016

„Alexa, benutze Kettensäge mit Benzin!“ – Audio-Adventures für Amazons Sprachassistentin

Amazon steht ja eigentlich ständig in der Kritik, aber über kaum eines der Produkte des Konzerns wurde so kritisch diskutiert wie über das Amazon Echo  mit der Sprachassistentin Alexa. Der kleine schwarze Zylinder, der bislang nur in den USA verkauft wird - dort aber mit Erfolg - ist Amazons Smartphone-unabhängige Version von Siri, Google Now oder Cortana. Wer ihn sich ins Regal stellt, kann via Sprachbefehl den Wetterbericht erfragen, Musik und Hörbücher streamen, das Licht dimmen oder natürlich bei Amazon einkaufen. Problematisch daran ist die Tatsache, dass das Gerät dafür permanent jedes gesprochene Wort im Raum registrieren muss, um das Aktivierungswort „Alexa“ erfassen zu können. Der Echo-Nutzer nimmt also in Kauf, dass er permanent belauscht wird.

Trotz der gerechtfertigten Bauchschmerzen, die das bei DatenschützerInnen verursacht, bieten Sprachassistenten wie Alexa natürlich interessante Einsatzgebiete. Eines davon, das einem sicher nicht als erstes einfällt, sind Spiele. Ein Gerät, bei dem Aus- und Eingabe ausschließlich über Sprache funktionieren, scheint dafür nicht unbedingt prädestiniert, aber gerade in der Einschränkung liegt hier auch der Reiz: Mit einem neuen Entwicklungstool bietet Amazon nun die Möglichkeit, sehr einfach Audio-Adventures für Alexa zu programmieren. Mithilfe grafischer Entscheidungsbäume sollen so interaktive Abenteuer entstehen, die dann über Amazon Echo gespielt werden können – gesteuert ausschließlich über Sprachbefehle.

Ein erfolgreiches Beispiel hat Amazon offenbar schon vorzuweisen: Das Promo-Spiel The Wayne Investigation. Ein Detektivspiel liegt bei Sprachsteuerung natürlich nahe – aber wer weiß, falls Amazon tatsächlich Interesse bei Spielentwicklern wecken kann, wäre durchaus Raum für innovativere Ideen. Immerhin haben auch Textadventures dank des Entwicklungstools Twine einen zweiten Frühling erlebt, mit dem wohl keiner gerechnet hätte.

„Alexa, benutze Kettensäge mit Benzin!“ – Audio-Adventures für Amazons Sprachassistentin
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