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Fundstücke

Ulla Lenze
Schriftstellerin
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piqer: Ulla Lenze
Sonntag, 28.02.2016

Ahnenforschung mit den Mormonen

Wer sich für Ahnenforschung interessiert, findet unter www.familysearch.org einen der größten genealogischen Online-Dienste. Dieses zwei Milliarden Namen umfassende Archiv wird von den Mormonen betrieben. Der leicht bizarre Hintergrund: Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, die eigenen Vorfahren noch nachträglich in die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ aufzunehmen: "Wir forschen nach Namen und weiteren genealogischen Angaben, damit die heiligen Handlungen für unsere verstorbenen Vorfahren vollzogen werden können. Unsere Vorfahren lernen in der Geisterwelt vom Evangelium und können die Arbeit, die für sie vollzogen wird, entweder annehmen oder ablehnen.“

Das Tolle ist, dass man die Datenbank auch ohne dieses edle Ansinnen nutzen darf. Weltweit erfolgen täglich 2400 Zugriffe. Es gibt 4500 Genealogie-Forschungsstellen weltweit, der Hauptsitz ist in Salt Lake City. Weil wohl die meisten Mormonen und somit ehrenamtlichen Helfer in den USA leben (es werden dort Kirchenbücher, Volkszählungen etc. ausgewertet), wird man eher fündig, wenn man beispielsweise nach Familienmitgliedern sucht, die irgendwann einmal in die USA ausgewandert sind. Zumindest was meine Familie angeht. Ich fand einen Großonkel samt eingescannter Original-Passagierliste der New Amsterdam, die ihn 1925 in die USA brachte. Immerhin. In Deutschland indexieren derzeit 311 000 ehrenamtliche Mithelfer der Mormonen familiengeschichtliche Aufzeichnungen. Es werden übrigens stets Helfer gesucht, derzeit etwa für die Kirchenbuchduplikate 1804-1870 in Ettenheim, Baden… Vorsicht: Man kann auf dieser Seite lange hängenbleiben, auch ohne ein einziges Familienmitglied zu finden - es ist faszinierend genug. 

Ahnenforschung mit den Mormonen
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