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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Samstag, 25.03.2017

Was syrische Frauen in Assads Folterhölle erleben

Maryam Khleif, 30, ist eine von vielen Frauen, die vom Regime Bashar al-Assads gefangen gehalten wurde. Mittlerweile lebt die Mutter von vier Kindern als Geflüchtete im türkischen Reyhanli. Als die Revolution in Syrien ausbrach, begann Maryam Demonstranten, die von den Sicherheitskräften verletzt wurden, in einem Krankenhaus freiwillig zu behandeln. 

Nachdem ein Nachbar das Regime über Maryams Arbeit informierte, wurde nach ihr gefahndet - und letztendlich wurde sie auch gefunden und verhaftet

Im Gefängnis angekommen, wurde sie sofort als "Terroristin" bezeichnet. Des Weiteren warf man ihr immer wieder vor, "Terroristen" behandelt zu haben. 

Von den Schergen des Regimes wurde Khleif tagtäglich geschlagen und gefoltert. Sie verlor unter anderem mehrere Zähne und trug innere Organschäden davon. 

Außerdem wurden die gefangenen Frauen regelmäßig vergewaltigt. Jene, die sich dagegen wehrten, wurden mit Alkohol gefügig gemacht. 

"Ich sah, wie sie die Jungfraulichkeit eine meiner Freundinnen nahmen. Sie war eine Medizinstudentin und hatte nichts Falsches getan. Eine andere Freundin blutete immer wieder, nachdem sie vergewaltigt wurde", erinnert sich Maryam.

Dank eines Gefangenenaustausches wurde Maryam entlassen. Doch auch in der Freiheit fand sie nicht das, was sie erwartete. Ihr Ehemann ließ sich von ihr scheiden, während ihre Eltern sie und ihre vier Kinder enterbten. 

Maryams Kinder sind weiterhin traumatisiert und werden in der Türkei psychologisch behandelt. 

Sie hofft, dass sie eines Tages glückliche und erfolgreiche Menschen werden und die Kriegshölle in ihrer Heimat hinter sich lassen können.

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