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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Donnerstag, 30.03.2017

19-Jähriger bringt sich um, nachdem er von einer möglichen Abschiebung erfährt

Als Ondrej Suha, 19, während seiner Haftstrafe in einem Jugendgefängnis erfuhr, abgeschoben werden zu können, griff er zu einer traurigen Maßnahme.

Er erhängte sich in seiner Zelle.

Suha wuchs im englischen Walsall auf und betrachtete sich "durch und durch als Brite", wie seine Familie meinte. Seine ursprüngliche Heimat, die Slowakei, verließ er im Kindesalter. Im Gefängnis saß Suha aufgrund von Diebstahl. 

Besonders umstritten: Der britische Heimatschutz überbrachte Suha einen Brief, in dem u.a. seine mögliche Abschiebung behandelt wurde. Dass Suha seit seinem vierten Lebensjahr in Großbritannien lebt und lediglich aufgrund eines kleines Deliktes im Gefängnis saß, spielte plötzlich keine Rolle mehr. 

Suhas Familie geht davon aus, dass diese Nachricht der Auslöser für den Selbstmord gewesen ist. 

Weitere Vorwürfe stehen ebenfalls im Raum: So wurde etwa deutlich, dass das Gefängnispersonal nicht genug tat, um Suha wiederzubeleben. 

Fälle wie dieser sind leider keine Seltenheit. Oftmals wird immer noch unterschätzt, was allein die Drohung einer Abschiebung beim Betroffenen auslösen kann. 

Hinzu kommt noch, dass nach traurigen Ereignissen wie dem Selbstmord Suhas niemand - vor allem nicht die Behörden - Verantwortung übernehmen möchte. 

19-Jähriger bringt sich um, nachdem er von einer möglichen Abschiebung erfährt
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