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Feminismen

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Sonntag, 25.09.2016

Am Vorabend des Fernsehduells zur US-Präsidentschaft: Kann das Unvorstellbare passieren?

Michael Tomaskys langer Text in der New York Review of Books ist der beste Artikel, den ich bisher über die derzeitige politische Situation in den Vereinigten Staaten gelesen habe. Eine kurze Zusammenfassung, die dem Essay kaum gerecht werden kann: Ja, es sei mehr als möglich, dass Trump gewinnt — obwohl und gerade weil er selbst das beste Argument gegen seine eigene Präsidentschaft sei. Von der Unterstützung durch Russland und Julian Assange über die „neutralen” Haltung im amerikanischen Journalismus, wo ein Kandidat oft unfreiwillig normal und präsidial erscheint, auch wenn er es nicht ist. Bis hin zu Trumps steter Bereitschaft zu lügen und unter die Gürtellinie zu schlagen — Tomasky führt eine Reihe von Gründen für einen Wahlsieg auf. Hillary Clinton werde sich darauf vorbereiten müssen, dass während der morgigen TV-Debatte alles passieren könne. Jede Bewegung ihrer Gesichtsmuskel, jedes Zucken ihrer Augenbrauen werde sie vorher üben müssen, sie müsse üben, freundlich und gelassen zu bleiben, egal wie oft Trump den Namen von Monica Lewinsky in ihre Richtung wirft. Inzwischen sei deutlich geworden, dass das Land bei ihr doppelt so genau hinschaut als bei anderen Kandidaten — eben weil sie eine Frau sei. 

Am Vorabend des Fernsehduells zur US-Präsidentschaft: Kann das Unvorstellbare passieren?
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