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Europa

Keno Verseck
Journalist

geb. 1967 in Rostock, freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa.

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piqer: Keno Verseck
Montag, 07.05.2018

Ivan Krastev: Warum Europa am illiberalen Osten nicht zerbricht

Der bulgarische Politologe Ivan Krastev "("Europadämmerung") ist ein origineller Erklärer der neuen europäischen Verwerfungen und vor allem des neuen Grabens zwischen Ost und West und deshalb bei piqd zu Recht und häufig in Empfehlungen vertreten. Auch wenn ich nicht denke, dass man die illiberale, nationalistische Entwicklung in einigen mittel- und südosteuropäischen Ländern kleinreden sollte, so ist eine gewisse Gelassenheit und Lakonie Krastevs manchmal wohltuend, weil sie, ohne dass er Entwarnungen geben würde, den Blick weglenkt von übertriebenem Alarmismus und stattdessen neue Perspektiven eröffnet. So auch in seinem neuesten Interview mit der Schweizer Zeitung "Der Bund", dessen Titel nur auf eines der vielen Gesprächsthemen verweist. Krastev spricht darüber, wie sich die EU verändern könnte und warum sie dennoch nicht zerfallen wird, über das demographische Desaster in Mittel- und Südosteuropa, über die Unterschiede der 68er-Bewegungen in Ost und West, über Korruption als Regierungsform in Ungarn und noch über manch andere Aspekte der aktuellen Europa-Krise. Ein kurzweiliges Interview voller anregender Gedanken und Antworten auf besorgte Fragen. Am Ende sagt Krastev einen scheinbar trivialen Satz (natürlich auch in Anspielung auf Francis Fukuyamas "Ende der Geschichte"), der beim Rückblick auf die letzten dreißig Jahre in Europa in Wirklichkeit alles andere als trivial ist:

Die Geschichte ist nicht zu Ende. Wir leben in einer Welt, in der nichts selbstverständlich ist, auch nicht die Demokratie.

Ivan Krastev: Warum Europa am illiberalen Osten nicht zerbricht
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Kommentare 8
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 13 Tagen

    5 Minuten versucht den Artikel zu kaufen...gescheitert. :(

    1. Keno Verseck
      Keno Verseck · vor 13 Tagen

      Hallo Marcus, ich habe den Link nochmal angeklickt - das Interview erscheint in voller Länge, da brauchst Du nichts zu bezahlen. beste Grüße, Keno

    2. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 13 Tagen

      @Keno Verseck Ich stoße auch nur auf eine Bezahlschranke ... Merkwürdig.

    3. Keno Verseck
      Keno Verseck · vor 13 Tagen

      @Dirk Liesemer Wirklich sehr komisch. Ich habe es nochmal probiert und bei mir erscheint das Interview ohne Probleme. Mit Cookies hat es nichts zu tun, ich habs getestet. Ich habe Ad-Blocker & Schutz vor Aktivitätenverfolgung eingeschaltet.

    4. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 13 Tagen

      @Keno Verseck schräg...vor allem auch, weil ich eben nicht mal bezahlen kann...nach der Registrierung gehts nicht mehr weiter...

  2. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor 12 Tagen

    Den Begriff "Euro-Waisen", den Krastev verwendet, kannte ich noch gar nicht. Und wenn man ihn googelt, fällt auf, dass er offenbar bislang kaum in den großen deutschen Medien angekommen ist - was wiederum zeigt, wie wenig hierzulande die demographischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa thematisiert und damit auch Ernst genommen werden.

    1. Keno Verseck
      Keno Verseck · vor 10 Tagen

      Hallo Dirk, eigentlich ist - meines Erachtens - "Euro-Waisen" ein geläufiger Begriff. Das Thema der allein gelassenen Kinder ist im Zusammenhang mit Rumänien und Polen relativ breit in den deutschen Medien behandelt worden, aber vielleicht nicht immer mit diesem Begriff. Hier dazu was von mir von 2009:

      www.deutschlandfunk.de/eurogener...

      Beste Grüße, Keno

    2. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 10 Tagen

      @Keno Verseck Danke, ist offenbar an mir vorbeigegangen. Als ich jetzt danach gegoogelt hatte, waren mir vor allem kirchliche Seiten angezeigt worden.