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Europa

Jürgen Klute
Theologe, Publizist und Politiker
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piqer: Jürgen Klute
Sonntag, 26.03.2017

Ein Plädoyer für die europäische Idee und die EU

Einigen Leser*innen dürfte Robert Menasses Engagement für Europa nicht fremd sein. Der Österreichische Kurier hat anlässlich des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Verträge von Rom ein Interview gemacht. 

Robert Menasse sieht die Ursache für den angeschlagenen Zustand der EU nicht in der EU als solcher. Das Problem an der EU sind für ihn die Mitgliedstaaten – die für ihn nicht weniger mit Demokratiedefiziten behaftet sind wie die EU, der das ja immer wieder vorgeworfen wird.

Einerseits blockieren die Mitgliedsstaaten, so Menasse, seit Jahren eine demokratische Weiterentwicklung der EU. 

Andererseits blockieren sie Lösungen, wie z.B. die der Flüchtlingsfrage, die  nur auf EU-Ebene machbar sind und nicht mehr auf mitgliedsstaatlicher Ebene. Und zwar, weil etliche EU-Mitgliedsstaaten keine EU-Lösungen wollen und stattdessen lieber Probleme unbearbeitet lassen. Die Flüchtlingsfrage ist dabei nicht das einzige Thema, dem Nationalstaaten nicht mehr gewachsen sind. 

Doch eine Rückkehr zum Nationalismus, da ist Menasse sich sehr sicher, würde den Grund für erneute Kriege in Europa legen. Die Gründe, die er dafür nennt, sind plausibel. 

Grund genug für Robert Menasse trotz aller Unvollständigkeiten der EU weiterhin für eine Überwindung des Nationalismus und der Nationalstaaten einzutreten und für eine Weiterentwicklung der europäischen Idee und der EU, in der die Nationalstaaten überflüssig werden.

 

Ein Plädoyer für die europäische Idee und die EU
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Kommentare 3
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · vor 9 Monaten

    jürgen, du solltest dich schon für eine schreibweise des namens von robert menasse entscheiden.

  2. Jürgen Klute
    Jürgen Klute · vor 9 Monaten

    Sorry, da hat mir die automatische Rechtschreibkorrektur letztlich doch noch einen Streich gespielt ;-)

    1. Christoph Weigel
      Christoph Weigel · vor 9 Monaten

      ja, autocorrect ist eine echte herausforderung. bin gespannt, ob die KI der ersten "selbstfahrenden" autos dann besser ist...