Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Europa

Ulrich Krökel
Osteuropa-Korrespondent
Zum piqer-Profil
piqer: Ulrich Krökel
Sonntag, 19.11.2017

Ein Denkmal für Polens NS-Opfer: Nie war es so sinnvoll wie heute

Seit einiger Zeit wird in Berlin über die Errichtung eines Denkmals diskutiert, das allein den polnischen Opfern der NS-Vernichtungspolitik gewidmet sein soll. Zu den Initiatoren zählen allen voran die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) und ihr Amtsnachfolger Wolfgang Thierse (SPD). In der vergangenen Woche hat die mediale Debatte noch einmal Fahrt aufgenommen, und Claudia von Salzen hat die Standpunkte in ihrem Tagesspiegel-Kommentar wunderbar zusammengefasst und bewertet, weshalb ich den Text hier empfehlen möchte.

Den naheliegendsten, aber in meinen Augen unwichtigsten Einwand weist von Salzen zu Recht ganz am Schluss zurück: Ist diese Zeit, in der in Polen offen nationalistische und antideutsche Rechtskonservative regieren, nicht die falsche Zeit für ein solches Denkmal? Nein, sagt die Kommentatorin, denn

... der Prozess der deutsch-polnischen Versöhnung ist zu wichtig, als dass dessen Fortgang davon abhängig gemacht werden darf, wer gerade in Warschau oder Berlin regiert.

Dies geklärt habend, bleibt als Frage eigentlich nur, ob man mit der wachsenden Zahl der NS-Opferdenkmäler nicht über das Ziel hinausschießt. Zurückgefragt: Kann man das denn? Wer sich ehrlich und dauerhaft an die deutschen Verbrechen der Nazi-Zeit erinnern will, statt unsägliche Schlussstrichdebatten zu führen, der muss Orte des dauerhaften Gedenkens schaffen.

Ein Denkmal für Polens NS-Opfer: Nie war es so sinnvoll wie heute
8,9
7 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!