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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Donnerstag, 17.11.2016

Wirtschaft 4.0: Weiterbildung im Zentrum

Laut einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung steht durch die Digitalisierung zunächst weniger ein Wegfall von Arbeitsplätzen, sondern mehr eine massive Umschichtung von Stellen an. Bis 2025, so die Studie (die im Gegensatz zur letztjährigen auch den Dienstleistungssektor mit einbezieht), sollen in Deutschland in den untersuchten 50 Berufsfeldern 1,51 Millionen Stellen neu entstehen, 1,54 Millionen alte dürften jedoch entfallen, vor allem im produzierenden Gewerbe.

Am wenigsten Sorgen müssen sich IT-Experten und Naturwissenschaftler machen, Umlernen müssen insbesondere Facharbeiter. Die Modernisierung von Aus- und Weiterbildung muss daher jetzt mit Nachdruck vorangetrieben werden, so das Credo des sich auf die Studie beziehenden Artikels und der darin zitierten Arbeitskammer-Expertin. Bisher sei Weiterbildung zu häufig allein etwas für Spezialisten oder nur auf Inhalte beschränkt, die unmittelbar mit dem eigenen Arbeitsplatz zu tun haben. In Zukunft werde es viel häufiger um die Anlegung von Bildungsreserven gehen, um Fähigkeiten, die für verschiedenste Tätigkeiten relevant sind, etwa Kommunikation und Selbstorganisation. Lebenslanges Lernen: Wer hier abgehängt wird, kann sich auf harte Zeiten einstellen. Insgesamt sieht die Zukunft laut IAB aber eher rosig aus: Die Produktivität soll steigen, ebenso Einkommen und Konsum – was allen Branchen zugutekommen würde. Mir erscheint das gezeichnete Bild eher zu optimistisch. Aber das Fazit, wie dringend der Wandel hin zum ständigen Lernen 4.0 ist, trifft auch unter negativeren Annahmen zu. Und in der Studie selbst finden sich noch weitere Szenarien, die zum Beispiel die wirtschaftlichen Gefahren deutlich machen, die auf uns zu kommen, wenn wir in Deutschland nicht zügig umsteuern. 

Wirtschaft 4.0: Weiterbildung im Zentrum
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