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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Montag, 13.04.2020

Wie die #Corona-Pandemie die Arbeit (und HR) verändern wird

Der Autor Jim Stroud zeigt uns mit seinem Beitrag, dass wir selbst in diesen schwierigen Zeiten auf dem Arbeitsmarkt und bei der Art des Arbeitens Entwicklungen beobachten können, die uns etwas zuversichtlich stimmen können. Wenngleich es sich um einen HR-Blog handelt und die Aussagen am Ende in diese Richtung gehen, sind sie doch nicht falsch, sondern beachtenswert.

Die Corona-Pandemie ist, und das wird meistens übersehen, mitnichten die erste globale Pandemie, die weitreichende Wirkungen auf unsere Art des Arbeitens haben wird. Die Auswirkungen der Pest-Pandemie im Europa des 14. Jahrhunderts führte zu einer Knappheit an arbeitenden Menschen, so dass die Löhne stiegen und auf weniger arbeitsintensive Tätigkeiten wie Schafzucht übergegangen wurde oder alternativ Erfindungen beispielsweise im Fischfang eingesetzt wurden, die es den Menschen ermöglichte, einen sehr viel höhere Ertrag je Arbeitskraft zu erzielen. Am Ende läutete der Schwarze Tod den Beginn vom Ende des Feudalismus und den Übergang zum Kapitalismus ein.

Die Spanische Grippe, die vor allem jüngere Menschen und damit Arbeitskräfte betraf, führte ebenfalls – gemeinsam mit den Folgen des 1. Weltkriegs – zu einer Knappheit an Arbeitskräften. In diese Lücke stieß die Steigerung der Erwerbsbeteiligung der Frauen, die infolge der stärkeren ökonomischen Beteiligung dann auch mehr politischen Einfluss gewannen.

Und auch in der derzeitigen Corona-Pandemie ändert sich die Art und die Logik der Arbeit auf vielfältige Art und Weise. Es ist zu erwarten, dass Homeoffice zukünftig eine größere Rolle spielen wird. Dies kann dann auch bedeuten, dass Menschen, die bisher überwiegend im Homeoffice gearbeitet haben, jedoch Nachteile in der Karriere in Kauf nehmen mussten, in Zukunft eher “gesehen” werden und diese bisherigen Nachteile überwinden können. Dazu kommt, dass durch die strikte Digitalisierung bestehender bisheriger analoger Prozesse neue Formen der Work Flows und allgemein Arbeitsorganisation entstehen, die genauso wie die Folgen der Pandemien der Vergangenheit die Knappheiten an Arbeitskraft adressieren werden. 

Geschäftsmodelle, die auf einer großen Ansammlung von Menschen basieren, werden es schwer haben, die Krise zu überdauern (Was wird aus dem Fußball, wie wir ihn kennen?). Weltweit könnten sich die internationale Arbeitsteilung und Wertschöpfungsketten neu ausrichten, um sich aus der Abhängigkeit von China zu befreien. Gleiches gilt für die bisherigen Abhängigkeiten von wenigen Produzenten, so dass auch hier mehr Diversität zu erwarten sein könnte. Stroud sieht hier speziell aus Sicht seines Landes, den USA, große Chancen, um die in den letzten Jahren verlorengegangenen Arbeitsplätze zurück in die USA zu holen. Arbeitsplätze könnte die Krise vor allem bei Essensbringdiensten und Amazon sowie den Dienstleistern schaffen, die die Amazon-Pakete ausliefern. Schließlich könnte auch der Streaming-Markt profitieren, da infolge des Homeoffice mehr Zeit zu Hause verbracht wird.

Damit zeigt Stroud auf, dass die Pandemie sowohl auf der Ebene des einzelnen Arbeitsplatzes und des einzelnen Erwerbstätigen als auch auf volkswirtschaftlicher Ebene zu Verschiebungen der Nachfragen und der Angebote führen wird. Der entscheidende Hinweis erfolgt dann am Ende: Wenn diese Verschiebungen so stattfinden werden, kommt es darauf an, bereits heute und kurzfristig mit einer veränderten Personalpolitik zu antworten. Digitale Skills und die Bereitschaft zur schnellen Anpassung an veränderte Arbeitssituationen müssen zur absoluten unabdingbaren Voraussetzung der Einstellung werden. Arbeitgeber müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie die Beschäftigten unter diesen veränderten Arbeitsbedingungen besser und vor allem digital wertschätzen können.

Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es nach dieser Pandemie langfristige Konsequenzen geben wird, die für die meisten Menschen eindeutig positiver Natur sein werden. Etwas Silberstreif am Horizont tut uns allen gut.

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