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Zukunft und Arbeit

Wichtige technische Hürde in Richtung Pflegeroboter genommen

Ole Wintermann
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Ole WintermannFreitag, 16.07.2021

Wenn Roboter mit Menschen in routinierten Arbeitsabläufen zusammenarbeiten und interagieren, geschieht dies bisher innerhalb streng vorgegebener Räume, Prozesse und Schritte. Dabei steht stets die Sicherheit des Menschen, also die Vermeidung der Verletzung des Menschen durch den Roboter an oberster Stelle. Wie kann aber ein Roboter programmiert werden und “dazulernen”, der eine Aufgabe gemeinsam mit dem Menschen in einer sich ändernden Umgebung (räumlicher Abstand zum Menschen) und “am” Menschen ausführt? Mit dieser Frage, die besonders für den Pflegebereich von weitreichender Bedeutung ist, haben sich Forscher am Massachusetts Institute of Technology beschäftigt.

Die Forscher haben einen lernenden Algorithmus entwickelt, der einen Roboter dahingehend steuern sollte, einem Menschen mit unterschiedlicher Konstitution und Verhalten (Pflegebedürftiger, Kind, Erwachsener) beim Ankleiden zu helfen. Dabei hatte der Roboter mit der Herausforderung umzugehen, einerseits ein und dieselbe Aufgabe bei unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen zu erfüllen, andererseits aber die Sicherheit dieses Menschen im Zuge der Interaktion zu garantieren, ohne gleichzeitig “einzufrieren”.

Die Forscher sind ihrem langfristigen Ziel damit inzwischen sehr viel näher gekommen, wie man dem Video im Text entnehmen kann:

"This research could potentially be applied to a wide variety of assistive robotics scenarios, towards the ultimate goal of enabling robots to provide safer physical assistance to people with disabilities."
Wichtige technische Hürde in Richtung Pflegeroboter genommen

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Kommentare 7
  1. Norbert Simon
    Norbert Simon · vor 12 Tagen

    Ohne den eigentlichen Artikel gelesen zu haben, kam mir spontan in den Sinn, wie diese Roboter auf die individuellen emotionalen und intellektuellen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen eingehen. Gerade die genannten Tätigkeiten sind in einer auf Effizienz rationalisierten Pflege mittlerweile die einzigen Zeiten, in denen Pflegende den ihnen Anvertrauten diese Zuwendung geben können.

    Solche Roboter werden wohl kaum gebaut , damit Pflegenden mehr Zeit dafür bleibt. Der primäre Antrieb der Pflegeindustrie für deren Einsatz wird vorhersehbar der Aspekt weiterer Kostenoptimierung sein. Der wirkungsvollste Hebel ist dabei die Einsparung von Personal.

    Vielleicht werden die Entwickelnden sich diese Frage selbst mal stellen, wenn ihnen im Alter ein Roboter den Hintern säubert.

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 12 Tagen

      richtig. Allerdings besteht darin kurioserweise auch eine Chance:
      betroffene 'Kunden' haben vielleicht einem Roboter gegenüber weniger Hemmungen bei potentiell mit Scham behafteten Situationen und wir haben ja gelernt erfahren - dass wir auch mit NichtPersonen interagieren können.

      (abgesehen davon dass diese Assistenzroboter vielleicht noch lange menschliche Hilfe benötigen sodass tatsächlich etwas mehr Zeit zur sozialen Interaktion bleibt).

      und wenn es generell zu wenig Pflegepersonal gibt, ist es gut wenn wenigstens Roboter gibt, die die Grundbedürfnisse für die Alten und Kranken gewährleisten.

    2. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 12 Tagen

      @Cornelia Gliem Sollte ich mal in die Situation kommen, dass meine einzige Interaktion mit der Umwelt darin besteht, dass mich ein Roboter wäscht, anzieht, das Bett macht und dreimal am Tag das Essen bringt, kann ich ihm hoffentlich sagen, er möge bitte das Fenster öffnen und mich aus großer Höhe hinauswerfen oder in der Wanne ersäufen – damit es vorbei ist.

      Maschinen können unmöglich ein „guter“ Ersatz für fehlendes Pflegepersonal sein. In dem Augenblick, in dem wir das — mit welcher Begründung auch immer — akzeptieren, schlägt jede beliebige Affen-Horde im Zoo unser Sozialverhalten.

    3. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 11 Tagen

      @Norbert Simon Na mal abgesehen davon dass Affen durchaus ein komplexes Sozialverhalten besitzen und ich Ihre Position gut nachvollziehen kann - ist das doch aus der heutigen Perspektive eines (vermutlich?) gesunden Erwachsenen der noch lange nicht in diese Lage kommen wird, ... leicht gesagt.
      Und wir Menschen schaffen das doch täglich; mit Maschinen interagieren meine ich. Allein schon die Stunden die wir vorm TV verbringen oder zumindest mittels Maschinen etwa mit anderen Menschen kommunizieren.

      und jeder der schon mal intensive Computerspiel-Session durchlebte, weiß wie ...interaktiv das sein kann und wie schnell man vergisst dass das gegenüber kein mensch ist.

      Aber klar: ich möchte auch nicht komplett davon abhängen.

      Aber - und das ist angesichts der heutigen Pflegemisere wichtig - ich möchte auch nicht nur von schlecht bezahlten gelaunten Pflegern abhängig sein.

      Wahrscheinlich wäre eine Mischung am besten:
      gute Pflegende mit ausreichend technischer Unterstützung.

    4. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 8 Tagen

      @Cornelia Gliem Ich sehe, was bei Angehörigen im Heim los ist.

      „Die Alten“ mögen sauber sein und „schön untergebracht“, doch viele davon dämmern vor sich hin, weil die Verwandten sie dorthin „abgestellt“ haben.

      Fernsehen als „Kommunikationsform“ einstufen, halte ich für fatal. Es ist eine „Konsumform“ die uns an der Kommunikation hindert.

      Die »intensiven Computer-Spiel-Sessions« setzen voraus, dass Betroffene dazu in der Lage sind, doch selbst das reicht den wenigsten auf Dauer – warum sonst gibt es (Spiele-)Conventions?

      Natürlich brauchen wir technische Unterstützung für die Pflege. Doch »Pflege« als solches findet letztendlich nur ohne Technik statt. Das wird in einer Technik-gläubigen Welt immer mehr übersehen. Vor allem lässt uns Technik „wenn es darauf ankommt“ im Stich, s. aktuelle Ereignisse in NRW/Saarland: In einem kleinen Ort gab es weder Verletzte noch Tote, weil jemand auf die Idee kam, die Kirchenglocke zu läuten – was so manchen überrascht hat und die Diskussionen anheizt, ob womöglich schnöde (aber funktionierende) Sirenen – also „low tech“ – womöglich jede App, jede Modellrechnung, jede noch so ausgefeilte Technik schlägt. Und die direkte Interaktion von Menschen miteinander. Die z.B. den Rollstuhl schnappen und aus dem Haus den Hang hochschieben, was eine Maschine niemals tun würde, weil sie dafür kein Programm hat oder „aus Sicherheitsgründen“ mit der von ihr betreuten Person niemals das Haus verlassen soll. Und wenn sie es täte wäre sie verratzt, weil das GPS-System für die Positionierung nur die Straßen kennt, die gerade Sturzbäche sind…

    5. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · vor 7 Tagen

      @Cornelia Gliem Danke für diese aus meiner Sicht durch pragmatischen Realitätssinn geprägte Einschätzung. In der Pflege wird häufig das wünschbare mit dem machbaren verwechselt und aus der Sicht eines gesunden jungen Menschen geurteilt.

    6. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 5 Tagen · bearbeitet vor 5 Tagen

      @Ole Wintermann Ich nehme an, weder Sie noch Frau Gliem haben etwas mit Pflege, dem Gesundheitswesen zu tun oder einen Verwandten in der Situation.
      Wenn Sie sich mit dem „Machbaren“ zufrieden geben, überlassen Sie „Geldoptimierern“ die Definition von „machbar“. Das endet dann zwangsläufig in maschineller Pflege. Wenn ihnen das reicht — ich finde es „zu wenig“.

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