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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Freitag, 23.09.2016

Wenn Menschen und Maschinen fusionieren

Paul Armstrong befasst sich in einem Interview mit dem Zukunftsforscher Gerd Leonhard mit dem Verhältnis von Mensch zu Maschine oder genauer: Mit der Frage, ob uns Menschen künstliche Intelligenz gefährlich werden kann.

So läßt es aufschrecken, wenn Leonhard davon spricht, dass wir Menschen durch die zukünftige Beeinflussung unserer DNA selbst zu Werkzeugen werden können. Wenngleich er dies sehr skeptisch sieht, stellt er doch die Frage, ob die Menschen bei Erreichen der Singularität mit den Maschinen „fusionieren“ (merge) sollten.

Interessanter Weise sieht er die Hauptgefahr aber gar nicht in Maschinen, die zu klug sind, um vom Menschen verstanden werden zu können, sondern eher in einer Art digitalen Darwinismus- Aufgrund der fehlenden Fähigkeit vieler Menschen, mit künstlicher Intelligenz umzugehen, wird es eher einen Wettbewerb zwischen Menschen, die mit künstlicher Intelligenz fusionieren (s.a. Cyborg-Community oder auch Augmented/Virtual Reality) und den digitalen Verweigerern geben.

Leonhard bietet uns dort eine weitere interessante Perspektive an, wo er die Verbindung zur kapitalistischen Logik zieht. Wenn künstliche Intelligenz uns hilft, Grundbedürfnisse des Menschen (Essen, Trinken, Energie) zu befriedigen und die Produktion weitgehend autonom zu übernehmen, was soll der Mensch dann noch leisten? Wer fühlt sich bei der Frage nicht an die Menschen in dem Film WALL·E erinnert?

Wenn Menschen und Maschinen fusionieren
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