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Zukunft und Arbeit

Gabriela Westebbe
Diplom-Kauffrau, Wirtschaftspsychologin, Bildungsexpertin mit Blick auf das Ganze
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piqer: Gabriela Westebbe
Samstag, 29.07.2017

Und wenn wir statt „Auto“ einfach „Bildung“ nehmen?

Wie Tesla die Automobilbranche nach und nach umkrempeln wird, so werden die Open Educational Resources (OER) – vorangetrieben durch die Network Education Community – die Bildungssysteme disruptieren.

Was wird passieren?

  • Es wird bald keine strenge Abgrenzung mehr zwischen Grund- und Mittelschulen und dem Gymnasium geben. Junge Menschen werden sich immer früher individuell entlang ihrer Potenziale bilden, um über Netzwerke möglichst früh in Kontakt mit ihrem zukünftigen Arbeitsfeld zu kommen.
  • An den Hochschulen wird die Vermittlung von Grundlagenwissen komplett digitalisiert werden. Studierende besorgen sich ihr Wissen eigenverantwortlich in spezialisierten Netzwerken.
  • Diese interdisziplinären und internationalen Netzwerke ersetzen das Lehrangebot der Hochschulen. Sie verstehen Bildung als Befähigung und nicht als einen Prozess der Zertifizierung und Auslese.
  • Die herkömmlichen Formen der Zertifizierung (Bachelor, Master etc.) werden hinfällig.
  • Gleichzeitig wird es immer mehr internationale Anbieter von freien Bildungsmaterialien geben, die sich direkt an den sich neu entwickelten Bedürfnissen orientieren werden.

Genau letzteres wird es sein, warum staatlich finanzierte Systeme, die jetzt in Lethargie erstarren, nicht in der Lage sein werden, sich zu wandeln. Sie verstehen nicht, wie rasch sich jetzt die Märkte ändern werden und wie sehr der Einzelne auf sich selbst angewiesen sein wird.

Der selbstorganisierte Lerner wird sich auf seine „community of practice“ verlassen und darauf, dass seine Peers ihn durch „working out loud“ an ihren Entwicklungsprozessen teilhaben lassen.

Unsere Kinder in den Schulen müssen wir so schnell es nur möglich ist in dieser Richtung unterstützen. Sie müssen unterstützt und angeleitet werden, ihre Lernprozesse selbst in die Hand zu nehmen. „Hilf mir es selbst zu tun!“ ist ein gutes Motto dafür.

Und wenn wir statt „Auto“ einfach „Bildung“ nehmen?
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