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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Montag, 15.05.2017

Sollten wir Bewerbungsgespräche abschaffen?

Dass Bewerbungsgespräche oft dazu führen, dass Bewerber eingestellt werden, die dem Interviewenden in Herkunft und Einstellungen ähnlich sind, aber nicht unbedingt am besten für den Job geeignet, ist bekannt. Dass dieses Verfahren grundsätzlich einfach nicht den Richtigen identifizieren kann, weil der persönliche Eindruck zu oft fehlleite, schlussfolgert jetzt Nena Schenk in der Wirtschaftswoche. 

Aufgeführt werden entsprechende Studienergebnisse und Positionen renommierter Experten, zum Beispiel der Professorin Iris Bohnet, die meint, in 10 Jahren werde es keine Bewerbungsgespräche mehr geben (mehr zu ihrer Position hier, wo sie auch beschreibt, wie sie selbst Mitarbeiter einstellt und dabei versucht, möglichst weitgehend den persönlichen Eindruck auszuschalten). Ihr Kollege Jason Dana bezeichnete in einem viel beachteten Beitrag in der New York Times Jobinterviews als „vollkommen nutzlos". 

Auch zeigt der Beitrag alternative Formen auf, die in Start-Up-Unternehmen, bei der Deutschen Telekom oder Eckes-Granini angewendet werden: Das reicht von Arbeitsproben bis zu Persönlichkeitstests, rollenbasierten praktischen Testaufgaben und „Blindbewerbungen", in denen alle persönlichen Informationen herausgefiltert werden. Nur die IT, die ja eigentlich individuelle Fehleinschätzungen verhindern können müsste, scheint bisher laut diesen Beispielen kaum eine Rolle zu spielen — überraschend. 

Sollten wir Bewerbungsgespräche abschaffen?
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