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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Samstag, 19.01.2019

Können wir Menschen nur als Teil einer künstlichen Intelligenz überleben?

Wie definieren wir uns als Menschen in einer Zukunft der Arbeit, wenn wir doch bisher am Arbeitsplatz nur auf den Faktor “Produktivität” reduziert werden? Dies ist die Kernfrage, die der Kurzfilm von Keiichi Matsuda in beeindruckender Weise stellt. Im Fokus steht eine Beraterin, deren Aufgabe es ist, anhand der auf sie eintreffenden Informationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und so als kleines Rädchen im großen Getriebe des Kapitalismus ihre Funktion mit dem geforderten Maß an Produktivität zu erfüllen. 

Man sieht die Beraterin in verschiedenen Arbeitsumgebungen, die einer Zeitreise gleich von einem heutigen Arbeitsplatz mit einem Dashboard für verschiedene Informations- und Kommunikationskanäle hin zu einer Schnittstelle für nicht mehr zu überblickende Informationsfluten führt. Es wird deutlich, dass einerseits Führungskräfte irgendwann irrelevant werden, weil Unternehmen nur noch durch künstliche Intelligenzen geführt werden können und andererseits die Rolle der Beraterin nur noch bestehen bleiben kann, wenn sie sich aller menschlich-körperlichen Restriktionen entledigt und im wahrsten Sinne Teil des Netzwerkes wird.

“The only way for us to survive is to understand the network.”

Matsuda schafft es, die scheinbaren Unzulänglichkeiten des Menschen gegenüber dem Algorithmus auch in entsprechende Gestaltungen der Bilder umzusetzen. So wird die Beraterin sichtbar immer mehr Teil des Algorithmus bis sie am Ende beschließt, die sterbliche Hülle zu verlassen und Bestandteil des Netzwerkes zu werden. Beeindruckend und nachdenklich stimmend, zumal der Film als 360-Grad-Film produziert worden ist.

Können wir Menschen nur als Teil einer künstlichen Intelligenz überleben?
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