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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Sonntag, 26.11.2017

KI wird uns die Arbeitsplätze wegnehmen: Vielleicht sollten wir froh darüber sein

In den letzten Jahren sind viele volkswirtschaftliche Studien zur Frage erschienen, inwiefern die Automatisierung und die Robotik zum Verlust menschlicher Beschäftigungsmöglichkeiten führen. All diese Studien haben eines gemeinsam: Sie unterschätzen die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, da sie auf linearen Entwicklungs- und Fortschreibungslogiken basieren. 

Kevin Drum stellt daher in seinem Beitrag für Mother Jones stattdessen den exponentiellen Charakter der Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) in den Fokus. Seine Arbeitsthese ist, dass, wenn man einen Blick auf die rasante Entwicklung bei Übersetzungs-KI oder Auto-KI wirft, schon in kurzer Zeit kein Beruf und keine Branche von substanziellen Veränderungen bis hin zum kompletten Verlust des Berufs verschont bleiben wird (worauf auch der Entwicklungschef von Google Deutschland, Wieland Holfelder, vor kurzem schon hingewiesen hat).

Er geht im weiteren Verlauf auf die bekanntesten Argumente ein, die normalerweise genannt werden, wenn es um die angeblich vielen Grenzen für die Entwicklung von KI geht (physikalische Grenzen et al.). Seine Gegenargumente sind plausibel und lassen damit seine Arbeitsthese realistisch erscheinen.

Müssen wir uns vor dieser Entwicklung fürchten? Drum sieht nur die Übergangszeit hin zu einer menschenfreien Produktion als ein Problem an, da in dieser Zeit Ungleichheiten und Armut ansteigen könnten. Wenn die Transition aber abgeschlossen ist, werden sich die Menschen fragen, wie ihre Vorfahren den ganzen Tag über solch einfache Tätigkeiten ausführen konnten. Das größte Problem sieht Drum weniger in der KI als vielmehr in der Verweigerung der Gesellschaft, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen: “Mass unemployment is closer than we feared—in fact, it may be starting already.

KI wird uns die Arbeitsplätze wegnehmen: Vielleicht sollten wir froh darüber sein
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