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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Samstag, 08.10.2016

Ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch ihre Arbeitgeber messbar?

In seinem Blogpost paraphrasiert der immer lesenswerte Ted Bauer die altbackene Powerpoint-Mentalität in vielen Unternehmen:

Geschäftskennzahlen, schreibt er, haben eine fast religiöse Bedeutung in manchen Branchen. Im Einzelhandel ist das der Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche, in der Autoindustrie Stückzahlen, bei Dienstleistern könnte es Ertrag je Termin o.Ä. sein.

In den letzten Jahren, so Bauer, hat sich das durch die Digitalisierung verändert. Es gibt neue Vertriebswege und neue Möglichkeiten, geschäftlichen Erfolg zu messen. Und geschäftlicher Erfolg verlagert sich in das Netz, wo er mit den hergebrachten Geschäftskennzahlen nicht mehr messbar ist. Nun stecken die Älteren den Kopf in den Sand und hoffen, dass das bis zur Rente gut geht. Andere bleiben ihrer Religion treu und verdammen die Digitalisierung, weil sie eben nicht die Geschäftskennzahlen liefert. Die Jüngeren finden die Digitalisierung gut und sehen die Chancen für’s Geschäft.

Als Beispiel nennt er die Bemühungen von Wal-Mart, im Onlineshopping Fuß zu fassen. Auch wenn die Kunden diese Möglichkeit wollten, brauchte das Unternehmen Jahre, bis die Geschäftsführer in den Supermärkten ihren Widerstand dagegen aufgaben.

Externe Kennziffern beschreiben seit jeher den „RoI”, interne die Bewertung und Entwicklung der Mitarbeiter. Zwar ist der „war for talent” in vollem Gange, doch im Grunde schauen und vergleichen die Manager lieber externe Geschäftskennzahlen, als sich um die zu kümmern, mit denen sie diese erreichen wollen.

Was die internen Geschäftskennzahlen angeht, so schlägt Bauer vor, die Personalentwicklung den Personalern wegzunehmen. Mit Hilfe von Big Data und Algorithmen entwickeln empathische Manager ihre Teams besser selbst.

Mit dem Artikel im Hinterkopf dürfte es interessant sein, in das nächste Meeting zu gehen, um einer Präsentation von Geschäftskennzahlen zu folgen. Viel Glück!

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