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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Samstag, 24.09.2016

Innovativ, leistungswillig – und unberücksichtigt

Menschen mit Behinderung sind als Arbeitnehmer oft innovativer und wollen mehr erreichen als Kolleginnen und Kollegen ohne Behinderung – und werden, wenn es um Arbeitsplätze geht, doch kaum berücksichtigt. In Großbritannien denkt nur jeder zehnte Einstellungsbeauftragte aktiv an eine Rekrutierung von Menschen mit Behinderungen, während gut 85% der Betroffenen über Hürden bei der Jobsuche berichten.

Es ist ein altes Lied: Firmen, die Arbeitnehmer mit Behinderung einstellen, empfinden diese durchweg als Bereicherung. Engagierter, weit überdurchschnittlich bereit, sich für ihren Arbeitgeber einzusetzen, mit hoher Arbeitsethik und Zuverlässigkeit (wie die dem Artikel zugrunde liegende Studie zeigt) – genau wie ältere Arbeitnehmer zeichnen sich Menschen mit Behinderungen besonders aus. Trotzdem ist bei Unternehmern auch in Zeiten einer allmählich abnehmenden Erwerbsbevölkerung kaum ein Umdenken in der Einstellungspraxis erkennbar. In Europa überwiegt – wie in Deutschland auch bei der aktuellen Diskussion um das neue Teilhabegesetz wieder deutlich wird – noch der alte Fürsorgegedanke, statt den Blick endlich auf die gesellschaftlichen Chancen zu richten und diese zu befördern. 

Innovativ, leistungswillig – und unberücksichtigt
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